23.08.2019 - 11:35 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

"Straßenmusikanten" begeistern

Die „Straßenmusikanten“ sind ein Publikumsmagnet. Es gibt kaum einen freien Platz in der Freizeitanlage. Die Anziehung ist so stark, dass die Besucher die Gruppe auch nach 130 Minuten nicht gehen lassen wollen. Sie fordern weiter Zugaben.

Mehrere hundert Besucher lauschen in der Freizeitanlage den Straßenmusikanten.
von Werner ArnoldProfil

Ob Treppen, die Steine in der Anlage, die Umrandungen um die Spielflächen alles war belegt. Viele hatten vorgesorgt, sie brachten ihre eigenen Stühle mit. Selbst wer 30 Minuten vor Beginn der Neustädter Serenade eintraf, musste Ausschau halten, ob noch einen Platz irgendwo ergattern kann. Auch die Musiker waren von den überwältigenden Besuch sehr angetan.

Das schöne Wetter für die vielen Zuhörer und die sechs Musikern aus dem Raum Moosbach habe Bürgermeister Rupert Troppmann extra bestellt, wie er sagte. Die „Straßenmusikanten“ waren zum ersten Mal zu Gast bei einer Serenade in Neustadt/WN. Troppmann wünschte dem Publikum „Blasmusik um Träumen“.

Die seit 2001 bestehende Gruppe begann dann auch schwungvoll mit dem durch Ernst Mosch bekannt gewordenen „Pfeffer und Salz“. Mit der von Peter Schad stammenden Kuschelpolka, bewiesen Hans Maier (Tenorhorn), Gaby Reitmaier (Bariton), Teo Lang (Tuba), Hans Prem (Schlagzeug), Josef Schneider (Flügelhorn) und Johannes Gruber (Flügelhorn), dass sie ihre Instrumente beherrschen. Es folgte „Wenn der Wein blüht“ von Robert Payer und „Strohwitwer“ von Ernst Hutter. Nach der „Anna Polka“ von Josef Hotový, folgten zwei Stücke von Ernst Mosch mit „Rauschende Birken“ und „Kinder von der Eger“. Hier begannen die Zuhörer mitzusummen.

Für die sechs Musiker folgte ein sehr anspruchsvolles Stück, der Marsch „Kaiserin Sissi“. Trotz nur eines einzigen Säulenlautsprechers kamen die gespielten Stücke der Straßenmusikanten deutlich und angenehm hörbar beim Publikum an. Es folgten die Polkas „Sakvička“ und „Morgenblüten“ von Antonín Žváček, auch liebevoll "König der mährischen Polka" genannt. Ob es bei den nächsten Walzer „Tränen der Liebe“ wirklich Tränen gab, konnten die Musiker auch nicht beantworten.

Mit böhmisch-mährischen Stücken ging es Schlag auf Schlag. Die Zeit verging nicht nur für die Musiker aus dem östlichen Landkreis viel zu schnell. Selbst die mehreren hundert Zuhörer wollten es nicht glauben, dass die Sonne bereits eine Stunde verschwunden war. Die Musiker wollten ihre Serenade mit der „Zoiglpolka“ und „Polka mit Herz“ abschließen. Doch die Gäste gaben nicht auf und so folgten als Zugabe noch „Böhmischer Traum“, „You Raise Me Up“ und „Egerländer Freunde“. Der lang anhaltende Applaus belohnte sie für den schönen musikalischen Abend. Alle Hände voll zu tun hatte das Personal in der Gaststätte der Freizeitanlage. Am kommenden Donnerstag, 29. August, ab 19 Uhr spielt die „Soul Station No.10“ in der Freizeitanlage auf.

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