30.05.2018 - 12:37 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Ungetrübtes Vergnügen

Der Sommer kann kommen. Pünktlich zum Wochenende erfreut das Gesundheitsamt mit einer guten Nachricht: Auch bei der Wasserqualität in den Badeseen herrscht eitel Sonnenschein.

Planschen im Manteler Weiher. Aus Sicht des Gesundheitsamtes ist das völlig unbedenklich. Sämtliche 20 größeren Badeseen in Weiden und dem Landkreis verfügten über hervorragende Wasserqualität.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Der Chef des Gesundheitsamtes entspannt selbst gerne naturnah am und im Wasser: Auf dem Dießfurter Weiher frönt Dr. Thomas Holtmeier dem "Standup-Paddeln". Auf einer Art Surfbrett gleitet er über die blaue Oberfläche. "Man hat das Gefühl, man würde schweben", erzählt er. Nach dem eher meditativem Erlebnis ist er aber auch einer beherzten Schwimmeinlage nicht abgeneigt. Auch das: eine saubere Sache. Der Dießfurter Weiher verfügt über eine hervorragende Wasserqualität - ebenso wie alle anderen 19 Badeseen im Landkreis Neustadt/WN und in der Stadt Weiden.

Das bescheinigt jetzt Holtmeiers Behörde. Fazit: "Alle Ergebnisse der Badewasseruntersuchungen sind tiptop." Egal, ob Rußweiher in Eschenbach, Manteler Weiher, Gaisweiher bei Flossenbürg oder der Naturbadeweiher in Vohenstrauß - sämtliche Gewässer erhalten das Prädikat "bakteriologisch einwandfrei". Wie auch der Weiher im Schätzlerbad, der einzige Badesee in Weiden, den das Gesundheitsamt testet. Die Waldnaab im Stadtbad taucht nicht in der Liste auf. Hier handelt es sich schließlich um ein "Fließgewässer", das schon mal Ausschwemmungen aus landwirtschaftlichen Flächen transportieren könne, wie Holtmeier ausführt: "Deshalb gibt es ja die Hinweisschilder, dass die Wasserqualität stark schwanken kann."

Ein Problem, das die 20 Badeseen nicht belastet. Die jahrelange Erfahrung zeigt nach den Worten des Behördenchefs, dass ihre Wasserqualität auch im Laufe einer Saison konstant gut bleibt. "Trotzdem ist es nie ganz ausgeschlossen, dass sich das beispielsweise durch einen Unfall spontan ändert." Auffällige Verunreinigungen würden von Badegästen in der Regel schnell gemeldet. Ansonsten nimmt das Gesundheitsamt alle vier Wochen Wasserproben und lässt sie beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf Darmkeime untersuchen.

Gefahr droht möglicherweise von anderer Seite. Nach Holtmeiers Erfahrung unterschätzt man beim Schwimmen in der freien Natur leicht die Entfernungen. Er kennt es von den Dießfurter Seen: "Beim Durchschwimmen sind das gewaltige Distanzen. Wenn einem in der Mitte des Sees die Kräfte ausgehen, dann wird es richtig gefährlich." Außerdem weist der Behördenchef darauf hin, dass die Haut zu Beginn der Badesaison kaum an die Sonne gewöhnt ist. Er empfiehlt daher, es beim Sonnenbaden nicht zu übertreiben und Sonnencreme mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor zu verwenden. Ein Tipp, den natürlich auch "Standup-Paddler" beherzigen dürfen.

Info:

Aktuelle Ergebnisse

Die jeweils aktuellen Testergebnisse der 20 Badeseen können während der Saison auf der Homepage des Landratsamtes (www.neustadt.de) unter „Gesundheitsamt“ eingesehen werden. Dort finden sich auch Angaben zu den Wassertemperaturen und zum Verhalten an natürlichen Badegewässern. (rg)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp