Ausgestellt werden aus dem riesigen Fundus der Familie Raß aus Letzau unter anderem Handwerksstuben und auch Dioramen. „Recht viel mehr soll im Vorfeld nicht verraten werden“, bemerkt Museumsleiterin Ursel Wiechert. Schließlich sollen die Besucher sich selbst ein Bild dazu machen. Und diese werden sicher kommen. Schließlich hat die Weihnachtsausstellung im Stadtmuseum inzwischen eine langjährige Tradition. Vor allem Zwischen den Feiertagen wird bei einem Spaziergang mit den Weihnachtsgästen auch das Museum der Stadt, gleich neben der Kirche, gerne besucht.
In diesem Jahr warten auf die Besucher wahre Kunstwerke von Hans Raß. Der ehemalige Berufsschullehrer aus Letzau hat sich dem Bau von Schaukästen und Dioramen - in die Tiefe gebautes Schaubild mit plastischen Gegenständen) verschrieben.
Seit 1997 wird von der Familie Raß ein Weihnachtsfenster mit Beleuchtung (gleich neben der Haustür) zur Freude der Spaziergänger gestaltet. Dabei setzten sie schon so kreative Themen wie die Transsibirische Eisenbahn oder auch ein Zirkus um.
Seit seinem zehnten Lebensjahr beschäftigt sich Hans Raß mit Holz, der Hobelbank und Laubsägearbeiten. Mit der Geburt seines Sohns kamen dann noch verschiedenste Spielzeugarten dazu. Unterstützung erfährt der Künstler von seiner von Ehefrau Elfriede, die ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Alle Arbeiten mit Stoffen und Tapeten sind ihr Aufgabengebiet.
Die zahlreichen Kunstwerke sind inzwischen im ganzen Haus verteilt. Dabei geht er wie folgt vor: Zunächst entsteht eine Idee, dann werden hierzu Gegenstände und Unterlage jeglicher Art gesammelt und dann folgt die Umsetzung. „Und Ideen gibt es noch ganz viele“, erzählt Raß.
Die Schaukästen werden in einem Maßstab von 1:12 gefertigt, nach reiner Vorstellungkraft und ohne Anfertigung eines Planes.
Anregungen holt er sich hierzu in einschlägiger Literatur, aus Fachzeitschriften, beim Besuch von Museen, Ausstellungen und Messen. Immer wieder kauft er Miniatur-Möbel, Dekorstücke und funktionsfähige Kleinstwerkzeuge. „Noch vor etwa 25 Jahren stand der Aufwand von Zeit und Geld für den Kauf zum handwerklichen Zeitaufwand im Verhältnis von 80:20. Dieses Verhältnis hat sich inzwischen umgekehrt“, stellt Raß fest.
Bei der Ausstellung im Neustädter Stadtmuseum ist nur ein Teil des aus dem riesigen Fundus der Familie Raß zu sehen, unter anderem Handwerksstuben, Verkaufsläden, Dioramen mit entsprechenden Themen bis hin zu Krippen.
Die Eröffnung der Ausstellung ist Samstag, 1. Dezember, um 16.30 Uhr mit Bürgermeister Rupert Troppmann im Museum der Stadt Neustadt.














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