07.10.2021 - 15:12 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Windischeschenbach bekommt nun doch kein Naturparkzentrum

Enttäuschung bei Landrat Andreas Meier als Vorsitzender des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald. Das beabsichtigte Naturparkzentrum in Windischeschenbach ist geplatzt.

Eine kleine Naturpark-infostelle gibt es in Schweinmühle. Dort können sich Wanderer über den Walderlebnispfad informieren. Das beabsichtigte Naturparkzentrum in Windischeschenbach ist hingegen geplatzt
von Ernst FrischholzProfil

In der Mitgliederversammlung des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald in der Stadthalle hatte Vorsitzender und Landrat Andreas Meier schlechte Nachrichten. Aus dem Naturparkzentrum in Windischeschenbach in Kooperation mit dem Naturpark Steinwald werde nichts, weil der Naturpark Steinwald nicht mitmache. Das hätte Sinn gemacht und Synergien gebracht, war Meier sicher, und darum sei er schon enttäuscht. "Wir werden die damit frei bleibenden Mittel in die Rangerarbeit stecken", sagte der Vorsitzende.

Neue Naturparkrangerin

Auf die Vorstellung der neuen Naturparkrangerin Simone Peuleke musste Meier verzichten, da sie erkrankt sei. Sie ist die zweite Rangerin, ab 2022 soll eine dritte Kraft folgen. Der Schwerpunkt der Ranger liege in der Heranführung von Kindergärten und Schulen an die Natur.

Bei den Jahresbauprogrammen seien 2020 insgesamt 655.000 Euro investiert worden. Für 2021 lägen Anträge mit einem Volumen von 770.000 Euro vor. Alternativlos nannte Meier den Pflege- und Entwicklungsplan des Naturparks. Dieser sieht eine Fortschreibung in Höhe von 400000 Euro auf die kommenden drei Jahre mit einer in Aussicht gestellten Förderung von 70 Prozent vor.

Neues Ehrenmitglied

Erfreulich war für den Vorsitzenden der letzte Punkt der Tagesordnung, denn der frühere Geschäftsführer Martin Koppmann wurde zum Ehrenmitglied. In seiner Laudatio stellte Meier heraus, dass Koppmann in den 20 Jahren bis 2019 als Geschäftsführer den Naturpark zu dem gemacht habe, was dieser heute sei. "Er hat neue Qualitätsmaßstäbe gesetzt und dabei mehrere Millionen Investitionen in die Region geholt."

Koppmann fühlte sich geehrt, da er nun in einer Reihe mit Karl Wittmann und Simon Wittmann stehe. Der Naturpark sei Herzenssache und einmalige Chance für die Region und nicht dafür da, um zu verwalten, sondern um zu gestalten. „Die nördliche Oberpfalz ist nichts Angestaubtes, sondern ein Zukunftsmodell", sagte Koppmann. Zudem sprach er sich weiter für großräumige Naturräume aus, in denen die Natur dominiert. Dem Naturpark gehören 38 Gemeinden, fast 40 Verbände, 109 Privatpersonen, 18 Gastronomiebetriebe und weitere Institutionen an.

Voriges Jahr herrschte noch Zuversicht in Sachen Naturparktzentrum

Neustadt an der Waldnaab
Naturparkvorsitzender Andreas Meier (rechts) ernennt zusammen mit Geschäftsführer Stefan Härtl (links) den früheren Geschäftsführer Martin Koppmann zum Ehrenmitglied.

 

 

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