Neustadt an der Waldnaab
04.01.2022 - 16:13 Uhr

Zahl der Omikron-Verdachtsfälle versechsfacht sich im Kreis Neustadt

Bei fast 100 Corona-Erkrankten im Kreis Neustadt/WN besteht der Verdacht, es handle sich um die Omikron-Variante. Drei Fälle sind bestätigt. Insgesamt steigen die Inzidenzen leicht an. Vor allem eine Marktgemeinde erwischt es.

Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet. Im Landkreis Neustadt/WN wurden in der vergangenen Woche 170 Corona-Fälle gemeldet. Symbolbild: Hendrik Schmidt/dpa
Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet. Im Landkreis Neustadt/WN wurden in der vergangenen Woche 170 Corona-Fälle gemeldet.

Die Corona-Fallzahlen steigen im Kreis Neustadt wieder etwas an. In den Gemeinden des Landkreises gab es in der Woche vom 28.12. bis 3.1. laut Landratsamt 170 Corona-Fälle. Das sind 27 mehr als im Zeitraum zuvor. Die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz pro 1000 Einwohner beträgt folglich 1,8 (Vorwoche: 1,51), Das Gesundheitsamt Weiden-Neustadt bezeichnet die Lage als "leicht ansteigendes diffuses Infektionsgeschehen ohne besondere Häufungen".

Klar ist aber, dass die Omikron-Variante des Virus deutlich häufiger auftritt als noch vor einer Woche. Die Zahl der Omikron-Verdachtsfälle hat sich binnen sieben Tagen mehr als versechsfacht. Derzeit besteht bei 92 Erkrankten der Verdacht einer Infektion mit der Variante aus Südafrika. Bei weiteren drei konnte Omikron mittels Sequenzierung nachgewiesen werden. Zum Vergleich: Vor einer Woche gab es 14 Verdachtsfälle und eine bestätigte Infektion. Ein Verdacht besteht dann, wenn das Ergebnis der variantenspezifischen PCR darauf hindeutet, dass der Erkrankte Kontakt zu einem Omikron-Fall hatte oder sich in einem Virusvariantengebiet aufgehalten hat.

Die mit Abstand meisten Erkrankten entfallen, wie schon in der Vorwoche, auf die Stadt Grafenwöhr. Von dort wurden dem Landratsamt 35 Fälle gemeldet. Davor waren es 28. Dahinter folgt Altenstadt/WN mit 19 Fällen (zuvor 5), Neustadt/WN mit 17 Fällen (zuvor ebenfalls 5).

Beachtenswert ist die Zahl, die aus Tännesberg gemeldet wird. Hier gab es im genannten Zeitraum 13 an Corona Erkrankte, durch die vergleichsweise geringe Einwohnerzahl der Marktgemeinde ergibt sich aber eine 7-Tage-Inzidenz pro 1000 Einwohner von 8,9 – der mit Abstand höchste Wert im Landkreis. In der Vorwoche hatte Tännesberg nur 3 Fälle zu vermelden. Sieben Gemeinden im Landkreis sind Corona-frei – drei weniger als in der Vorwoche. Seit zwei Wochen ohne Corona-Fall sind nur Kirchendemenreuth, Schlammersdorf und Waldthurn.

Die wichtigsten Daten der Woche in Kürze:

  • Die meisten Coronafälle binnen einer Woche: Grafenwöhr (35, Vorwoche: 28), Altenstadt/WN (19, Vorwoche: 5), Neustadt/WN (17, Vorwoche: 5), Tännesberg (13, Vorwoche: 3), Pressath (8, Vorwoche: 4), Störnstein (8, Vorwoche: 5).
  • Die höchsten Inzidenzen in 7 Tagen pro 1000 Einwohner: Tännesberg (8,9, Vorwoche: 2,0), Grafenwöhr (5,5, Vorwoche: 4,4), Störnstein (5,3, Vorwoche: 3,3). Im Landkreis-Schnitt beträgt die Inzidenz 1,8.
  • Gänzlich ohne Coronafälle sind derzeit: Eschenbach, Eslarn, Kirchendemenreuth, Pirk, Schlammersdorf, Schwarzenbach und Waldthurn.
Weiden in der Oberpfalz04.01.2022
Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Neustadt/WN für den Zeitraum 28. Dezember bis 3. Januar Bild: Landratsamt Neustadt/WN; Grafik: Oberpfalz-Medien
Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Neustadt/WN für den Zeitraum 28. Dezember bis 3. Januar
 
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