28.07.2019 - 14:44 Uhr
NiedermurachOberpfalz

40 Jahre „Apfelkuchen“ – das Konzert

Im neuen, voll besetzten Pfarrsaal genießen die Musikfreunde mit Hubert Treml und „Apfelkuchen“ ein Konzert der besonderen Art.

Hubert Treml und seine Band „Apfelkuchen“ hatten das Publikum im neu fertiggestellten Pfarrheim vom ersten Lied an voll im Griff.
von Udo WeißProfil

Wegen der unsicheren Wetterlage konnte das Konzert von "Apfelkuchen" mit Hubert Treml zum Bedauern der zahlreichen Musikfreunde nicht auf Burg Murach stattfinden. "Dafür erleben Sie eine Premiere im neuen Pfarrsaal", sagte KLB-Vorsitzender Alfons Wittmann. Mit dem 40-jährigen Jubiläum von "Apfelkuchen" gebe es eine würdige Einweihung des gelungenen Gebäudes als Konzertsaal.

Wittmann hatte Hubert Treml aus seiner Zeit in Weiden kennengelernt und dankte besonders Schriftführerin Gabi Reitzig für die Korrespondenz mit dem vielbeschäftigten Liedermacher. Auch einige Wegbegleiter konnte er im Pfarrsaal begrüßen, unter anderem die "Moni von den Schrägschrauben". Nach dem Lied "Denk an dej Doch", einem musikalischen Rückblick, stellte der Bandleader die aktuelle Formation der Mundart-Band vor, deren Name von Tremls Lieblingskuchen, dem Apfelkuchen stammt, der bei den Proben in Weiden immer gegessen wurde.

Am Bass steht Bernhard Helmstreit, den Rhythmus am Schlagzeug gibt Johannes Schüßlbauer vor, der Sohn des bei einem Autounfall viel zu früh verstorbenen Gründungsmitglieds Martin "Olaf" Schüßlbauer. Die Sologitarre wird von Harald Neudert gespielt, am Piano sitzt Wolfgang Dirscherl, und Hubert Treml komponiert, singt, spielt Gitarre und führt durchs Programm. Mit voller Lebensfreude, die sofort auf das Publikum übersprang, spielten die Fünf groovige Songs mit amüsanten, nachdenklichen und anregenden Texten wie "Ich souch so an Menschn wej di", worin der Wald ohne Bäume und Kühe mit verseuchter Milch vorkamen.

"Wos bleibt, is as Göld und a wundaschejns Autoparadies." "Imma untawegs", ebenfalls ein Lied aus der Nostalgie-LP "Nu amal", beschrieb die ständige Suche nach irgendetwas, "ohne aafm Wech zu sei". Den Refrain "Patschad noß" des gleichnamigen Lieds musste das Publikum singen, das immer wieder mit einbezogen wurde und dabei viel Spaß hatte. Während die Lieder "So guat zu dia" und "Komplizin" von der ersten LP "Nu amal" stammten, war der Song "Daham" der Titelsong der 1990 aufgenommenen zweiten Langspielplatte, von der es noch einige als LP zu kaufen gab.

"In 'Daham´gejts um Leit, dej zu uns kumma, weils daham verfolgt wean", so Treml, der das Lied als so aktuell wie nie bezeichnete. Zur Höchstform liefen alle auf bei dem Lied "Mei Schloch", der einen Sprachkurs ins Nordoberpfälzische zum Inhalt hatte. Dem Publikum kam die Aufgabe zu, den Refrain "daou waou ma Aoua (Ohr), Haoua (Haar), Jaoua (Jahr), Kou (Kuh) und mou (muss) sagt" zu singen. In der Pause wurden die Gäste mit Getränken und Snacks vom KLB-Team versorgt. Mit der integrierten Küche, dem schönen Platz vor dem Pfarrheim mit Stehtischen und dem überaus gelungenen Ambiente hat sich das Pfarrheim St. Marien als idealer Gastgeber für derartige Events präsentiert, was die Gäste immer wieder ansprachen.

Mit dem sentimentalen Stück "Haust du fia mi heint goa koi Zeit" und "Bahnhof" ging es in den zweiten Teil des Konzerts, bei dem Hubert Treml und seine Musiker bewiesen haben, dass Rock auf oberpfälzisch sehr gut geht.

Das Publikum wurde ständig in die Lieder mit einbezogen. Es dankte den Musikern mit riesigem Applaus.
Das Ambiente vor dem neuen Pfarrsaal war eine tolle Kulisse für die Pause und wurde von den Gästen an diesem schwülen Abend gerne genutzt.
Hubert Treml und seine Band „Apfelkuchen“ hatten das Publikum im neu fertiggestellten Pfarrheim vom ersten Lied an voll im Griff.
Hubert Treml und seine Band „Apfelkuchen“ hatten das Publikum im neu fertiggestellten Pfarrheim vom ersten Lied an voll im Griff.
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