Die Straßenbaumaßnahmen in Niedermurach hatten zahlreiche Hürden zu nehmen, die den Zeitplan umwarfen.
Bereits Anfang März startete das Bauunternehmen Baumer im Heideweg mit Reparaturen an schadhaften Tonrohren des Schmutzwasserkanals und anschließendem Einbau der neuen Rohrleitung für das Regenwasser. Während dieser Bauphase stellte sich heraus, dass Wasserleitung und Stromkabel in den 1970er Jahren geradezu willkürlich verlegt wurden und sich teilweise auf Privatgrund befanden. Zudem bestand die Wasserleitung noch aus veralteten AZ-Rohren, was den Trinkwasserversorger Nord-Ost-Gruppe veranlasste, diesen Strang komplett zu erneuern. Ebenso ließ der Stromversorger Bayernwerk sein Kabel in öffentlichem Boden verlegen. Beide Maßnahmen waren nicht geplant und beanspruchten eben zusätzlich Bauzeit.
Mitgeführt in diesem Straßenzug wurden auch Leerrohre für die künftige Glasfaserversorgung. Zahlreiche Querungen für Hausanschlüsse entstanden. Der Gemeinderat wollte keinen reparaturanfälligen Flickenteppich entstehen lassen und befürwortete eine komplette Neuasphaltierung.
Auch im weitergebauten Teilstück der Dietersdorfer Straße galt es, kleinere Reparaturen am Schmutzwasserkanal vorzunehmen und eine neue Rohrleitung für das Niederschlagswasser bis zur Ortsgrenze in den Boden zu bringen. Im Zuge des Vollausbaus der Straße entstand auch ein neuer Gehweg. Außerdem wurde die Straßenbeleuchtung auf der Gehwegseite neu errichtet. Mit der Fahrbahnbreite von 5,40 Meter und dem Neubau des Gehweges kam die Gemeinde den gestellten Anforderungen nach, um die Förderung durch die Regierung der Oberpfalz in Anspruch nehmen zu können.
"Was lange währt wird nun endlich geteert" - dürften sich die Bewohner gedacht haben, als die Maschinen zur Asphaltierung anrückten. "Ich bin den Anwohnern dankbar, die viel Verständnis für die Baumaßnahme aufbrachten", lobte Bürgermeister Martin Prey. Mit der Einbringung der Tragschicht seien die Straßen wieder frei befahrbar.
Kein Flickenteppich
Dass der Brünnlweg mit Regenwasserkanal und Fahrbahnneubau sowie die Fortführung des Straßenausbaus in der Dietersdorfer Straße bis zur Gemeindegrenze nicht mehr in Angriff genommen werden konnte, ist weitestgehend dem Personalmangel am Bau zuzuschreiben. "Ein Bautrupp mit zwei Mann und einem Lkw-Fahrer brachten über Wochen hinweg den Straßenzug zur Asphaltierung", äußerte sich Bürgermeister Martin Prey respektvoll zu deren Leistung. "Auch wenn das Optimalziel nicht erreicht wurde, so bin ich dennoch zufrieden", erklärte er, "denn durch die verzögerte Fertigstellung erwächst dem Gemeindesäckel kein Nachteil." Die Deckschicht kann nach Angaben der Firma witterungsbedingt nicht mehr aufgetragen werden und soll im kommenden Jahr auf allen Neubauten erfolgen.
















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