11.12.2020 - 14:51 Uhr
NiedermurachOberpfalz

ILE als Schulterschluss der östlichen Gemeinden im Landkreis Schwandorf

Von der Ortsentwicklung über die Alltagsversorgung bis hin zum Tourismus: Ein großes Feld beackert Christian Karl, Manager der ILE Brückenland Bayern-Böhmen. Seine Arbeit stellt er im Niedermuracher Gemeinderat vor.

Die Arbeit und den Zweck der ILE Brückenland Bayern-Böhmen, erläuterte Manager Christian Karl den Niedermuracher Gemeinderäten.
von Christof FröhlichProfil

Auf Einladung von Bürgermeister Martin Prey stellte Christian Arbeit den Gemeindeverbund der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) den Gemeinderäten aus Niedermurach vor. Er beleuchtete auch seine Tätigkeit, ging aber zunächst auf die Historie der ILE ein, die ihren Beginn ab 2002 in der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Oberviechtach & Schönseer Land (sieben Gemeinden) hatte. Diese interkommunale Zusammenarbeit entwickelte sich ab 2008 zur LAG "Brückenland Bayern-Böhmen" mit zwölf Kommunen.

Weil jedoch die Fördervoraussetzungen wegen zu geringer Einwohnerzahlen nicht mehr erfüllt werden konnten, wurde ab 2014 "umfirmiert". Es wurde der ILE-Zusammenschluss „Regionalentwicklung Brückenland Bayern-Böhmen Südlicher Oberpfälzer Wald-Český les" in Form eines Vereins gegründet. Den Vorsitz hat der frühere Altendorfer Bürgermeister Georg Köppl inne. Mit im Boot der Mitgliedsgemeinden ist auch Niedermurach.

Der ILE-Manager hat einen vielfältigen Aufgabenbereich

Schönsee

In der Sitzung erläuterte Christian Karl, seit dem Frühjahr ILE-Manager, dass diese Form der interkommunalen Zusammenarbeit da ansetze, wo die Gemeinden alleine nicht mehr optimal wirksam werden können. Als Handlungsfelder nannte er Orts- und Innenentwicklung, Landwirtschaft, Landschaft, Biodiversität, Wirtschaft und Energie; aber auch Mobilität und Alltagsversorgung, Zusammenarbeit in kommunalen Angelegenheiten, Digitalisierung, soziales und kulturelles Leben, Freizeit, Erholung und Tourismus und das Miteinander über Gemeindegrenzen hinweg.

Eine längere Diskussion entspann sich im folgenden Tagesordnungspunkt, als die Hebesätze für Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer für 2021 festgelegt werden sollten. Im Vorfeld hatte die Verwaltung mehrere Berechnungen mit verschiedenen Hebesätzen angestellt. Bei einer Gegenstimme beschloss das Gremium, mit Hinweis auf die doch angespannte Finanzlage, für die Grundsteuer A und B 350 Prozent und für die Gewerbesteuer 320 Prozent zu erheben. Bislang lag der Satz beider Abgaben bei 300 Prozent.

Aus nichtöffentlicher Sitzung informierte der Bürgermeister, dass das Nachtragsangebot von 335 Euro der Firma Georg Huber (Rötz) für die Entsorgung von pechhaltigem Straßenaufbruch beim Ausbaus der Straße Schömersdorf–Rottendorf genehmigt wurde. Die Nachtragsangebote über 3632 Euro und 2727 der Firma Josef Bauer (Niedermurach) für Estrich-Putz-Mehrstärken bei der Einfachen Dorferneuerung Pertolzhofen 3 hinsichtlich von Estrich-Putz-Mehrstärken gingen ebenfalls in in Ordnung.

In seinen Worten zum Ende der letzten Sitzung in diesen Jahr dankte der Bürgermeister den Bürger für den großen Zusammenhalt und das gute Miteinander "in einem Jahr, das nicht so war wie die Vorhergehenden." Das Engagement auf vielen Ebenen habe auch ihm seine Arbeit leichter gemacht. Als herausragendes Beispiel sah Prey die Dorfgemeinschaft Pertolzhofen, die in nur gut einem Jahr das Dorfgemeinschaftshaus und das Haus der Vereine mit hohen Eigenleistungsanteil quasi „aus dem Boden gestampft“ haben. Damit hätten sie nachfolgenden Generationen eine gute Perspektive für das weitere Leben im Ort geliefert. Und weil die Sitzung auch im Haus der Vereine stattfand, konnte es die Räte gleich besichtigen.

Der besondere Dank von Martin Prey galt zum Jahresabschluss den Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft, den Verantwortlichen in Kirchengemeinde, Schule und Kindergarten, allen Vereinen sowie jenen Bürgern, die sich für das Wohl von Niedermurach und seiner Ortsteile stark gemacht hatten.

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