09.01.2020 - 12:15 Uhr
NiedermurachOberpfalz

In Niedermurach sind die Weichen fürs Gründungsfest gestellt

Auf ein eher ruhiges Jahr 2019 blickt die aktive Truppe der Feuerwehr Niedermurach zurück. Der Terminkalender des Vereins ist aber trotzdem gefüllt gewesen: Verschiedene Festlichkeiten werfen ihr organisatorischen Schatten voraus.

Um künftig Überflutungen im häuslichen Bereich besser begegnen zu können, schaffte die Gemeinde eine leistungsfähige Tauchpumpe (rechts) und einen Pumpsauger an. Beide Geräte sind bei der Niedermuracher Feuerwehr stationiert. Aus der Vereinskasse wurde ein Drucklüfter (links) finanziert.
von Josef BöhmProfil

Zahlreiche Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung gekommen. Im Gasthaus Gillitzer wurde – von den Senioren und Ehrenmitgliedern bis zur Jugendwehr – der ausgewogene Altersquerschnitt deutlich. Die Gemeinschaft freute sich, dass mit Marie-Theres Pamler und Isabella Sinzger zwei junge Frauen beitraten.

In seinem Bericht ließ Vorsitzender Martin Prey junior verschiedene Veranstaltungen (Faschingsparty, Starkbierabend, Sommerfest) Revue passieren. Ein besonderes Erlebnis sei das Patenbitten der Feuerwehr Rottendorf gewesen. Diese Veranstaltung befeuerte die Vorfreude auf deren Jubiläumsfest vom 11. bis 14. Juni. Als Patenverein wollen die Niedermuracher zum Gelingen beitragen.

Breiten Raum nahm der Ausblick auf den Stand der Vorbereitungen für das eigene Gründungsfest zum 150-jährigen Bestehen ein. Nachdem auch Landjugend (90 Jahre) und FC (50 Jahre) in 2021 Jubiläum feiern können, schlossen sich die drei Vereine zur Festgemeinschaft „Mouara feiert“ zusammen. Die gemeinsam organisierte Silvesterparty im und am Feuerwehrhaus war ein voller Erfolg und wurde mit ausgezeichneter Publikumsresonanz belohnt.

Im Festausschuss haben die Vertreter der Vereine bereits entscheidende Weichen für Festzelt, Lieferanten, Musikgruppen, Festdamen und Terminierung gestellt worden. Der Festtermin 4. bis 6. Juni 2021 ist laut Martin Prey frühzeitig beim Landratsamt angemeldet worden. Der Grund, weshalb es trotzdem zur Terminüberschneidung mit dem Fest in Glaubendorf kam, dürfte bei der Terminierungsstelle der Behörde zu suchen sein.

Von einem vollen Programm in Sachen Übungen und Ausbildung berichtete Kommandant Gerhard Fleck. Lediglich bei den Einsätzen war es etwas ruhiger. Zu sechs Alarmierungen rückten die Aktiven aus: drei technische Hilfeleistungen (Kleintierrettung, umgestürzter Traktor, Ölspur), ein Brandeinsatz, der während der Anfahrt abgebrochen wurde, eine Alarmübung zur Aktionswoche mit den fünf gemeindlichen Feuerwehren, ein Fehlalarm. Freiwillige Dienste wurden mit der Absicherung von Bittgängen und Prozessionen sowie dem Faschingsumzug der Mutter-Kind-Gruppe geleistet.

13 Aktive bewältigten die Leistungsprüfung „Wasser“, Jan-Steffen Klein und Swen Sinzger nahmen am Atemschutzgeräteträgerlehrgang teil. Mit Andreas Elsner und Andreas Stepper nahm der Kommandant zwei Nachwuchskräfte in die aktive Truppe auf. Beförderungen sprach er aus an Wolfgang Pflug (Oberlöschmeister), Sven Sinzger (Feuerwehrmann, Atemschutzgeräterträger), Wolfgang Bär und Peter Urban (beide Oberfeuerwehrmann). Fleck informierte noch, dass Gerald Bär sein Amt als stellvertretender Jugendwart im Mai an Andreas Stepper übergeben wird. Isabella Sinzger wurde als Jugendbetreuerin berufen. Abschließend wies er noch auf die Christbaumsammelaktion der Jugendfeuerwehr am 18. Januar und auf die Faschingsparty am 8. Februar hin.

Im Bericht von Kassiererin Martina Fronhofer schlugen als größte Minusposten die Ausgaben für die Jugendfeuerwehr und Investitionen in die Brandschutzausrüstung zu Buche. Die Einnahmen aus den Vereinsveranstaltungen hatten aber ein gutes Plus in die Kasse gebracht und verschaffen dem Verein den nötigen finanziellen Spielraum für das Gründungsfest.

Kreisbrandmeister Christian Weinfurtner war beeindruckt von den Leistungen der Feuerwehr im Allgemeinen und der Jugendfeuerwehr im Besonderen. Er lobte die engagierte Nachwuchsarbeit. Mit Blick auf die näher rückende afrikanische Schweinepest vermutete er, dass auch die Feuerwehren zu Einsätzen herangezogen werden. Bei der Umsetzung der digitalen Alarmierung würden trotz Zuschüsse Kosten auf die Gemeinden für die Anschaffung neuer Geräte zukommen.

Bürgermeister Martin Prey erinnerte an den großartigen Erfolg bei der Teilnahme am Ostbayerischen Feuerwehrpreis. Auf die Finanzierung der Feuerwehren eingehend erklärte der Bürgermeister, dass sinnvolle Anschaffungen vom Gemeinderat stets befürwortet werden. Investitionen, hinter denen eine motivierte Mannschaft steht, seien in die Zukunft gerichtet. „Wo Feuerwehren nicht funktionieren, funktioniert gar nichts“, so Preys Überzeugung, der damit auch seine Wertschätzung für die Arbeit des Vereins zum Ausdruck brachte. Er wünschte dem Verein einen starken Zusammenhalt der Mitglieder im Hinblick auf die Patenschaft in Rottendorf und das Gründungsfest im nächsten Jahr.

Sie unterstützt künftig die Jugendfeuerwehr als Jugendbetreuerin: Isabella Sinzger.
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