Walpurgiskapelle "ein Segen vor der Haustür"

Niedermurach
03.08.2022 - 12:52 Uhr

300 Jahre alt ist die Walpurgiskapelle. Das war auch Diözesanbischof Rudolf Voderholzer einen Besuch wert.

Das 300-jährige Bestehen nahm Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer zum Anlass, das Kirchlein aufzusuchen. Viele Besucher waren dabei, als ihn Pfarrgemeinderatssprecherin Irmgard Glaser an diesem besonderen Ort begrüßte.

Dankesworte richtete sie auch gleich an die Bewohner von Dietersdorf und Antelsdorf, die unter Federführung von Gabi und Hans Elsner die Festlichkeit perfekt vorbereiteten, sowie an Sabine Prey für den wunderbaren Blumenschmuck.

In der Kapelle legte Pfarrer Herbert Rösl in seiner Einführung den Besuchern nahe, an diesem Kraftort der Gnade zur Ruhe zu kommen: „Werden wir uns jetzt bewusst, dass Gott uns nahe ist.“ Die musikalische Begleitung durch Magdalena Prey (Geige), Magdalena Duschner (Harfe) und Sophia Gillitzer (Harfe) ließen die geistliche Einkehr zu einem berührenden Erlebnis werden.

Bischof Rudolf Voderholzer zeigte sich beeindruckt von der würdigen Feier sowie dem gepflegten Zustand der Kapelle, deren Erhaltung er als wertvollen Dienst an der Gemeinschaft sah. „Es würde mir etwas fehlen, wenn ich hier nicht gewesen wäre.“ Er empfahl den Anwesenden, diesen Ort der Ruhe zu nutzen, denn es sei ein Segen einen solchen quasi vor der Haustüre zu haben.

Dass sich die Walburgiskapelle in einem ausnehmend guten Zustand befindet, ist Michael Salomon zu verdanken, der in den vergangenen Jahren mit großem finanziellen Aufwand wesentlich zum heutigen Erscheinungsbild des Kirchleins beigetragen hat. Beim anschließenden Stehempfang konnten die Besucher in persönlichen Gesprächen Rudolf Voderholzer als kontaktfreudigen und volksnahen Bischof erleben.

Nach dem Eintreffen in der „Stodlwirtschaft“ in Pertolzhofen stellte Bürgermeister Martin Prey dem Bischof die neu errichteten Gebäude vor und der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, Wunibald Zwack, berichtete über die Entstehung und Nutzung von „Dorfgemeinschaftshaus“ und „Haus der Vereine“. Nach seiner Eintragung in das Goldene Buch der Gemeinde Niedermurach erhielt Bischof Rudolf eine Führung durch die Gebäude, wobei er seinen Respekt vor der Leistung der Dorfgemeinschaft zum Ausdruck brachte. Nach dem Besuch der Marienkirche und der Nepomuk-Kapelle nahm er sich auch noch Zeit für Gespräche mit den Gästen am Radweg.

Hintergrund:

Walpurgiskapelle

  • Standort: An der Straße von Niedermurach nach Oberviechtach steht auf einem kaum einsehbaren Hügel die zur Pfarrei Niedermurach gehörende Walburgiskapelle.
  • Vorgängerbau: Bereits um 1670 soll hier eine Kapelle gestanden haben, die jedoch einstürzte.
  • Die Sage: Über den Anstoß für den Wiederaufbau berichtet die Sage, wonach ein Bauer, der in der Nähe sein Feld bestellte, eine Frau beobachtete, die unermüdlich Steine und Erde aus der Ruine trug. Zusammen mit den herbeigeholten Nachbarn erkannten sie, dass es die heilige Walburga selbst war.
  • Der Neubau: Daraufhin wurde um 1720 die Kapelle in ihrer jetzigen Form neu errichtet und am 25. Februar 1724, dem Namenstag der heiligen Walburga, eingeweiht. (boj)
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