13.09.2021 - 14:03 Uhr
NittenauOberpfalz

Linken-Kandidat Manfred Preischl: Gegen Armut, für die Kunst

Für die Linkspartei will Manfred Preischl als Direktkandidat im Wahlkreis Schwandorf/Cham in den Bundestag einziehen. Seinen Schwerpunkt sieht der Musiklehrer in der Kulturpolitik.

Manfred Preischl auf der Bühne. Der Musiklehrer will das politische Sprachrohr selbstständiger Künstler sein.
von Julian Seiferth Kontakt Profil

Die Wurzeln in Nittenau und den Blick auf Berlin gerichtet hat Manfred Preischl. Der 60-jährige freiberufliche Musiklehrer kandidiert im Wahlkreis 234 für die Linkspartei. Seit rund drei Jahren ist Preischl Mitglied seiner Partei.

Als Antrieb für seine Kandidatur nennt Preischl soziale Ungleichheit, die zunehmende Spaltung der Gesellschaft und das Erstarken rechtsextremer, demokratiefeindlicher Kräfte. 2,8 Millionen Kinder seien im Jahr 2019 in Deutschland von Kinderarmut betroffen gewesen. "Ein Skandal für unser reiches Land", findet der 60-Jährige. Gerade in Zeiten der Pandemie müssten die Schwächsten der Gesellschaft geschützt werden.

Zu denen zählt Preischl auch die Rentner. Auch hier hat er eine Statistik zur Hand. „Drei Millionen Menschen, die älter sind als 65 Jahre, sind von Altersarmut betroffen. Wenn sich an unserer Richtung in der Politik nichts ändert, werden daraus vier oder fünf Millionen.“ Immer mehr Menschen würden immer ärmer, andererseits gebe es eine immer größer und immer reicher werdende Gruppe von Superreichen. „Das geht für mich in die falsche Richtung.“ Eine Branche, die in den vergangenen eineinhalb Jahren brutal gelitten hat, ist die Kultur "Die meisten Künstler können die Verdienstausfälle nicht kompensieren. Hier sehe ich für mich eine wichtige Aufgabe", sagt Manfred Preischl. Während der Pandemie seien viele seiner Kollegen besonders auf ihren Lebenserhaltungskosten sitzen geblieben. „Natürlich können sie Hartz 4 beantragen, aber das ist unwürdig. Die Künstler sind keine Bittsteller.“ Auf der anderen Seite habe die Politik Großunternehmen wie die Lufthansa oder BMW mit üppigen Finanzspritzen durch die Krise gebracht. „Wenn ich auf der anderen Seite die Künstler sehe, muss ich mich doch sehr ärgern.“

Zur Vorstellung von FDP-Kandidatin Ines Tegtmeier

Schwandorf
Hintergrund:

Das ist Manfred Preischl

  • Geboren wurde der heute 60-Jährige am 21. April 1961 in Nittenau, wo er inzwischen wieder lebt.
  • Der leidenschaftliche Gitarrist verdient seinen Lebensunterhalt als freiberuflicher Musiklehrer.
  • Im Jahr 2018 trat Manfred Preischl in die Linkspartei ein und ist seitdem dort politisch aktiv.
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