11.10.2019 - 14:41 Uhr
NittenauOberpfalz

Preis für Hospizarbeit

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat in München den Bayerischen Hospizpreis überreicht. Unter den Geehrten sind auch drei Frauen aus Nittenau.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (links) zeichnete (von links) Rosi Jarema, Helene Peter und Christine Meseth-Voß aus. Dazu gratulierte auch Rainer Schäfer (rechts), Vorsitzender des Stiftungsrats der Bayerischen Stiftung Hospiz.
von Externer BeitragProfil

Mit dem Bayerischen Hospizpreis der Bayerischen Stiftung Hospiz (BSH) werden einer Mitteilung aus dem Gesundheitsministerium zufolge herausragendes Engagement im Ehrenamt sowie beispielhafte Projekte aus dem Bereich der Hospizarbeit gewürdigt. In diesem Jahr ging die Auszeichnung auch an Christine Meseth-Voß, Helene Peter und Rosi Jarema von der Hospizinitiative der Caritas-Sozialstation Nittenau-Bruck.

Huml betonte anlässlich der Verleihung bei einem Staatsempfang zum 20-jährigen Bestehen der Bayerischen Stiftung Hospiz in der Münchner Residenz: "Einen Menschen in seinem Sterbeprozess zu begleiten - dafür braucht es eine große innere Bereitschaft und viel Empathie". Es gehe dabei nicht gerade primär um die medizinische und pflegerische Betreuung, sondern um den menschlichen Aspekt. "Menschen, die sich in der Hospiz- und Palliativversorgung engagieren und schwerstkranken und sterbenden Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt Beistand leisten, verdienen unseren Respekt und unsere Anerkennung", betonte die Ministerin laut Mitteilung. Die Verdienste dieser Menschen, ohne die eine ganzheitliche Sterbebegleitung in Bayern nicht möglich wäre, würden mit dem Bayerischen Hospizpreis geehrt.

Die Ministerin sagte in ihrer Laudatio für Christine Meseth-Voß, Helene Peter und Rosi Jarema: "Für ihren unermüdlichen und selbstlosen Einsatz im Dienste von schwerstkranken und sterbenden Menschen verleiht die Bayerische Stiftung Hospiz als Anerkennung und Motivation für ihre weitere Arbeit an diese drei Frauen den Stiftungspreis Ehrenamt 2019". Die drei Preisträgerinnen seien in der Hospizinitiative der Caritas-Sozialstation Nittenau-Bruck in besonders herausragender Weise als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen tätig und in verschiedene Projekte eingebunden. So würden Kinder und Jugendliche bei dem Projekt "Hospiz macht Schule" offen und ehrlich durch die Themen Sterben, Tod und Trauer begleitet. Die Ministerin ergänzte: "Christine Meseth-Voß hat zudem den Trauerspaziergang ins Leben gerufen. Dieser bietet Angehörigen, die einen geliebten Menschen verloren haben, die Möglichkeit, sich mit anderen über Verlusterfahrungen auszutauschen."

Die ehemalige Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die die Bayerische Stiftung Hospiz als Sozialministerin im Jahr 1999 mit gründete und deren erste Schirmherrin war, betonte: "Mir ist ganz besonders wichtig, dass die Hospizbewegung ihren festen Platz in der Mitte der Gesellschaft hat". Die Ausgezeichneten täten alle unglaublich viel, indem sie auf unverzichtbare Weise dazu beitragen, dass Alter, Krankheit und Tod endlich wieder als Teile des Lebens gesehen und nicht tabuisiert werden.

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