19.02.2020 - 15:22 Uhr
NittenauOberpfalz

Treuer Freund und hoch geschätzter Kollege

Ein Journalist, der großen Wert auf Recherche vor Ort legte; ein Freund und Kollege, auf den immer Verlass war: Bürgermeister Karl Bley und NT-Ressortleiter Wilhelm Amann erinnern bei der Trauerfeier in Nittenau an Heinrich Mayer.

Der ehemalige NT-Redakteur Heinrich Mayer ist am 6. Februar verstorben.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Ein Journalist, der großen Wert auf Recherche vor Ort legte; ein wunderbarer Freund und hoch geschätzter Kollege, auf den immer Verlass war: Bürgermeister Karl Bley und NT-Ressortleiter Wilhelm Amann erinnerten bei der Trauerfeier am Dienstag in persönlichen Worten in der Stadtpfarrkirche Nittenau an Heinrich Mayer. Der ehemalige NT-Redakteur war am 6. Februar im Alter von 66 Jahren verstorben.

Hintergründe erfahren, mit den Menschen reden, vor Ort recherchieren: Bley rief vor einer großen Trauergemeinde Heinrich Mayers jahrzehntelange Arbeit für die Zeitung in Erinnerung. Das alleine werde aber "dem Henry" nicht gerecht. Bley erinnerte an die Auftritte des leidenschaftlichen Musikers mit "Roots" und "Roots 2" in Nittenau, an seine Rolle als Autor von Büchern zur WAA-Zeit oder über seine Jugend in Schönsee. "Es erfüllt mich mit Trauer und Betroffenheit, dass für einen so wunderbaren Freund und Menschen das letzte Kapitel in seinem Lebensbuch geschrieben wurde", sagte Bley.

"Da müssen wir hin": Dieser Satz Mayers bleibe bei den Kollegen in Erinnerung, sagte Wilhelm Amann. "Er wollte persönlich ganz nahe dran am Geschehen sein", betonte der NT-Ressortleiter im Landkreis Schwandorf. "Der Mayer Heiner, wie wir ihn freundschaftlich nennen durften, wollte sich nur ungern auf Angaben Dritter, auf nachträgliche Telefonate oder gar Klicks im Internet verlassen." Mayers Kürzel (my) nannte Amann ein Markenzeichen für verlässliche Information. In den Jahrzehnten seiner Arbeit habe Mayer als erfahrener Kollege Verantwortung übernommen, als stellvertretender Ressortleiter und Büroleiter in Bruck und Schwandorf. Viele NT-Journalisten haben bei Heinrich Mayer in Bruck und Schwandorf ihr Handwerk gelernt. Den freundschaftlichen Kontakt zu ihnen ließ er auch im Ruhestand nie abreißen.

"Da müssen wir hin", das galt auch zu diesem traurigen Anlass für viele Weggefährten: "Nicht etwa um hier eine Pflichtaufgabe zu erfüllen, sondern um sich vor einem geschätzten Kollegen zu verneigen," betonte Amann.

Heinrich Mayer hat nie großes Aufhebens um sein soziales Engagement gemacht. Er war Organisator von Hilfskonvois nach Ex-Jugoslawien Ende der 1990er-Jahre, Mit-Gründer der Kreisgruppe von Amnesty International (AI). "Er war mit seiner Frau Franziska der Motor unserer Gruppe", sagte AI-Sprecherin Barbara Beck. Renate Wittmann verabschiedete sich namens des Partnerschaftsvereins Bruck-Malesherbes, den Mayer mit aus der Taufe gehoben hat. Für den VdK Nittenau sprach Vorsitzender Alois Jehl. Pfarrer Adolf Schöls zelebrierte das Requiem und die Beisetzung im Schlosswald Stefling. Er hob hervor, dass Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit Mayers Berichte und Reportagen ebenso wie sein Leben prägten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.