29.07.2020 - 12:52 Uhr
Nitzlbuch bei AuerbachOberpfalz

Nitzlbuch: Schützenmeister will Eigentümer des Vereinsheims werden

Nach seiner einstimmigen Wiederwahl meldet sich der alte und neue Schützenmeister bei Unter Uns, Josef Geyer, mit einem ungewöhnlichen Vorschlag für die Zukunft des Vereinsheims zu Wort.

2019 richtete Unter Uns Nitzlbuch die Stadtmeisterschaften im Schießen aus. Bei der Eröffnung entstand dieses Bild mit Schützenmeister Josef Geyer (rechts), der jetzt einen Vorschlag für die Weiterführung des Vereinsheims unterbreitet hat.
von Autor SCKProfil

Ein Jahr habe er nach Investoren gesucht, berichtete Schützenmeister Josef Geyer in der Mitgliederversammlung der Unter-Uns-Schützen. Oft habe er zu hören bekommen, wie gut das Anwesen liege. Letztlich hätten die Interessenten aber stets neben dem Kaufpreis auch die nötigen Investitionen für einen guten Wirtschaftsbetrieb und vor allem die geforderte Grunddienstbarkeit für den Schützenverein gescheut. Jetzt bringt er sich selbst ins Gespräch.

Für einen Verkauf des Schützenheims hätte aus seiner Sicht eine Bedingung erfüllt sein müssen: Der Erlös reicht für ein neues, kleineres Schützenheim - oder es wird eine Grunddienstbarkeit für den Verein eingetragen. "Die Zukunft des Vereins und die Möglichkeit, weiterhin in Nitzlbuch den Schießsport auszuüben, standen stets im Vordergrund", nannte Geyer seine Prämissen.

Die Zukunft des Vereins und die Möglichkeit, weiterhin in Nitzlbuch den Schießsport auszuüben, standen stets im Vordergrund.

Schützenmeister Josef Geyer

In einem auf den 24. Juli datierten Schreiben unterbreitete der Schützenmeister seinen Vorschlag. Er selbst wolle unter der Voraussetzung, dass die Bedingungen für den Verkauf erfüllt würden, als neuer Eigentümer für das Schützenheim in die Position des Vereins eintreten.

Für diesen Fall sagte Geyer zu, die aktuellen Verbindlichkeiten des Vereins, die Kosten für die Zwischenfinanzierung elektronischer Schießstände bis zum Eingang der Frankenpfalz-Förderung und die Differenz von 6781 Euro zu übernehmen. Ebenso will er für die Installation einer neuen Heizung mit Kosten von 15 000 Euro und die Einhausung des Kleinkaliber-Standes gerade stehen. Dies diene der Sicherung des Baubestandes und der Nutzung durch Kleinkaliber- oder Bogenschützen auch im Winter. Außerdem wäre die Anlage auch als Probenraum für Musikkapellen vorstellbar.

Der Betrieb und die Nutzung des Heims sollten zukünftig durch den Eigentümer Josef Geyer erfolgen, während die Schießanlage dem Verein Unter Uns Nitzlbuch an zwei Tagen pro Woche kostenlos zur Verfügung stehe. Weitere Nutzungszeiten könnten nach Bedarf vereinbart werden. Bis 2022 stellt sich Geyer die Schaffung eines eigenen Zugangs für die Vereinsmitglieder von Westen her vor. Der Bereich solle mit eigenen Toiletten und einem kleinen Aufenthaltsraum ausgestattet werden.

Der Verein bleibt Eigentümer der technischen Anlagen, des Sportgeräts und der ideellen Gegenstände. Die Nutzungsrechte für den Verein werden durch Eintragung einer Grunddienstbarkeit im Grundbuch abgesichert. Die Schießhalle kann bei Verfügbarkeit und Bedarf vom Eigentümer mitbenutzt werden, heißt es weiter im Konzept des Schützenmeisters.

Eine kontroverse Diskussion erörterte die Bedingungen und die Entwicklung bis zum jetzigen Stand. Die beiden stellvertretenden Bürgermeister Norbert Gradl und Michael Streit sowie Revisor Anton Kopp leiteten die Abstimmung über die Kaufbedingungen Geyers. 21 Mitglieder sprachen sich dafür aus, acht dagegen, und drei enthielten sich. Auf dieser Grundlage soll jetzt ein notarieller Vertrag aufgesetzt werden. Dann liegt es am Votum einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in etwa zwei Wochen, ob der Verein als Eigentümer für das Schützenheim zurücktritt und Schützenmeister Geyer als neuer Eigentümer übernehmen kann.

Mehr Informationen aus der Mitgliederversammlung von Unter Uns Nitzlbuch

Nitzlbuch bei Auerbach

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