01.03.2020 - 16:27 Uhr
Oberpfalz

Nonverbale Kommunikation – Im Vorstellungsgespräch kommt es auch auf kleine Gesten an

Nicht nur der Kleidungsstil und das gesprochene Wort müssen beim Vorstellungsgespräch überzeugen. Personaler wissen auch die Körpersprache von Bewerbern zu deuten. Denn selbst wenn wir nichts sagen, verrät unser Körper, wie wir uns fühlen.

Beim Bewerbungsgespräch achten Personaler auch auf Mimik und Gestik der Bewerber.
von Mona-Isabelle Aurand Kontakt Profil

Eine zusammengesackte Körperhaltung beispielsweise zeigt, dass wir uns unwohl und unsicher fühlen. Deshalb ist es wichtig, eine aufrechte und offene Haltung einzunehmen. Das gilt auch, wenn das Bewerbungsgespräch – wie normalerweise üblich – im Sitzen stattfindet. Nutze die gesamte Sitzfläche und nicht nur die Stuhlkante. Wende dich immer deinem Gesprächspartner zu. Das zeigt Interesse und Engagement. Wer sich dagegen einfach nur auf den Stuhl fläzt wie aufs Sofa zu Hause, verhält sich respektlos. Eine zu gerade, steife Sitzhaltung kann ebenfalls negativ auffallen. Sie lässt sich als Angst oder Anspannung deuten. Weitere absolute Don‘ts bei der Körperhaltung sind:

  • Die Arme zu verschränken, das wirkt verschlossen und gilt als Abwehrhaltung.
  • Mit den Beinen zu hibbeln, das vermittelt Nervosität.
  • Die Arme hinter dem Kopf zu verschränken oder eine Denkerpose einzunehmen, das kann schnell als vermeintliche Überlegenheit und Arroganz verstanden werden.
  • Hände in der Hosentasche sind erstens unhöflich und zweitens zeugt es von Unsicherheit.

Schon beim ersten Kontakt mit dem Personaler – der Begrüßung – ist Feingefühl gefordert. Ein selbstbewusster Händedruck sagt noch vor dem eigentlichen Bewerbungsgespräch einiges aus. Warte immer darauf, bis der Ranghöhere, in dem Fall der Personaler, dir seine Hand zur Begrüßung reicht. Der Händedruck sollte fest, aber nicht zu fest sein und nicht länger als fünf Sekunden dauern. Dabei schaust du den Personaler auf jeden Fall an – so wie während des gesamten Gesprächs. Aber Achtung: nicht starren. Halte den Blick einige Sekunden und lass ihn dann kurz schweifen. Schau jedoch nicht für längere Zeit nach unten, an die Wand oder aus dem Fenster – das vermittelt deinem Gegenüber Unsicherheit, Niedergeschlagenheit oder Desinteresse.

Setze ein ehrliches und freundliches Lächeln auf und reagiere auf Gesagtes mit einem leichten Nicken. Das signalisiert, dass du das Gespräch aufmerksam verfolgst und deinem Gegenüber zuhörst. Deine eigenen Aussagen, kannst du mit kleinen Gesten unterstützen. Allerdings solltest du dabei nicht wild mit den herumfuchteln. Das Gegenteil – krampfhaft verschränkte Arme solltest du ebenfalls vermeiden. Lege deine Hände ruhig auf den Tisch, die Stuhllehnen oder in den Schoß. Wenn der Personaler das Gespräch beendet hat, verabschiede dich mit einem ehrlichen „Auf Wiedersehen“. Wer sich unsicher fühlt, kann das Gespräch vorab zu Hause mit Freunden und Familie üben. Achte dabei aber darauf, nichts einzustudieren, das mindert die Konzentrationsfähigkeit.

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