Feuerwehr Nottersdorf ermöglicht Zeitreise durch die Landtechnik

Vom Bindemäher bis zur antiquierten Dreschmaschine und vom Kartoffelroder bis zum nostalgischen Traktor: Landtechnik im Wandel der Zeit ist bei der Oldtimerausstellung zum Gartenfest der Feuerwehr Nottersdorf zu erleben.

von Christof FröhlichProfil

Auf dem Schlagenhaufer-Grundstück vermittelte die Ausstellung den Besuchern einen Eindruck davon, welche Maschinen der Landbevölkerung einst für die harte körperliche Arbeit auf Feld und Hof zur Verfügung stand. Über 16 Stunden dauerte in früheren Zeiten das Tagwerk. Da wurde das Getreide oft mit der Sense von Hand gemäht, zu Büscheln gebunden und auf dem Feld aufgestellt, ehe es eingebracht und gedroschen werden konnte. Einen Eindruck dieser Ära vermittelte eine Dreschmaschine aus dem Jahr 1935.

Ein großer Fortschritt war in früheren Zeiten eine Maschine zum "Erdäpfelstoßen". Ein solches Exemplar war ebenfalls ausgestellt. Vorher hatten die Kartoffeln beim Pflanzen noch von Hand in die Pflanzlöcher gebracht werden müssen, da stellte die Technik schon eine wesentliche Erleichterung dar. Mit ihren 12 oder 16 PS zählte die früheren Traktoren der Marken Kramer, Fendt oder McCormick damals zu den Kraftpaketen. Heute jedoch könnten die Landwirte über eine solche Motorleistung wohl nur noch müde lächeln. Bei modernen Traktoren sollte schon eine 100 bei der PS-Zahl vorne stehen.

Doch es ging nicht nur zurück in frühere Zeiten der Landtechnik: Musik in den Ohren war für Liebhaber der knatternde Sound der Mopeds der Marken Kreidler-Florett, Zündapp oder Hercules. Hingucker für die Gäste waren auch eine eine riesige Feuerwehrleiter und ein umgebautes „Trabi-Militärfahrzeug“ mit einem original DDR-Aufkleber an der Seite. Mit dieser Oldtimerausstellung bekamen die junge Generation Einblick in das Arbeitsleben der Vorfahren, während die älteren Besucher an ihr oft schweres Arbeitsleben in der Landwirtschaft erinnert worden sind.

Nachdem sie sich an den nostalgischen Fahrzeugen und Gerätschaften satt gesehen hatten, konnten sich die Besucher in der nebenan gelegenen "Baumer-Michl-Halle" stärken. Dafür standen am Nachmittag Kaffee und Kuchen, und am Abend gegrillte Speisen oder Käse mit Brezen auf der Speisekarte.

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