22.09.2018 - 21:20 Uhr
NürnbergOberpfalz

Doppelpack gegen Hannover 96: Club gelingt erster Bundesligasieg

Der 1. FC Nürnberg feiert mit dem 2:0 gegen Hannover 96 seinen ersten Sieg in der Bundesliga. Es war eine Partie mit einigen aufregenden Szenen und einem 21-Jährigen, der "überglücklich und dankbar" für sein Premierentor ist.

Da ist sein erstes Tor: Nürnbergs Youngster Törles Knöll (links) bejubelt das 2:0 gegen Hannover 96. Bild: Daniel Karmann/dpa
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

"Viel Glück und viel Erfolg" hatte Nürnbergs Trainer Michael Köllner dem jungen Törles Knöll zugerufen, als er den 21-Jährigen in der 73. Minute als Joker einwechselte. Es dauerte auch nur 120 Sekunden, dass der die verdiente Führung für den Club einleitete: Zwar wurde es als Eigentor von Hannover gewertet, doch wiederum nur eine Minute später durfte der Youngster ganz offiziell seinen ersten Treffer in der Bundesliga feiern.

"Es war ein wirklich sehr schöner Moment", sagte er, als er das feine und uneigennützige Zuspiel von Stürmerkollege Mikael Ishak zum Doppelpack einschob. "Direkt danach habe ich in den Himmel gesehen. Mein Opa ist vor einigen Wochen verstorben. Ich weiß, dass er in dem Moment zugesehen hat. Das Tor widme ich ihm." Dankbar und überglücklich sei er, dass er von Köllner die Chance dazu bekommen habe.

Köllners Einwechslung erwies sich als Glücksgriff zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Dem Club war nach 25 Minuten ein Treffer von Ishak vom Videoassistenten Tobias Stieler wegen einer Abseitsstellung im Nachhinein aberkannt worden. „Es ist immer blöd, wenn Dinge wieder zurückgenommen werden, wenn dann überlegt wird", haderte Köllner erneut mit dem Videobeweis. "Fußball lebt von der Dynamik. Mental sind solche Unterbrechungen schwierig." Gleich den nächsten Aufreger einer turbulenten ersten Halbzeit gab es, als Hannovers Miiko Albonorz (29.) Virgil Misidjan in aussichtsreicher Position am Strafraum zu Fall brachte. Schiedsrichter Bastian Dankert ließ zunächst weiterlaufen. Video-Assistent Stieler griff wieder ein. Albonorz musste mit glatt Rot vom Platz. Rund 60 Minuten spielte der Club in Überzahl.

Richtig genutzt hatten die Franken die zahlenmäßige Überlegenheit nicht - bis zum Eigentor. Die Niedersachsen seien gut aus der Pause gekommen, erklärte Abwehrchef Georg Margreitter. "Hannover hat lange Bälle auf seine schnellen Spieler nach vorne gespielt. Das hat uns etwas aus dem Spielrhythmus gebracht." Fast hätte auch noch H96-Stürmer Niclas Füllkrug an seiner alten Wirkungsstätte die Niedersachsen in Führung gebracht (72.). Dann erlöste aber Knöll den 1. FC Nürnberg.

"Es ist ein wichtiges Tor für ihn und für uns", sagte Margreitter. Es nehme etwas den Druck raus vor der Englischen Woche, bei der die Franken am Mittwoch in Dortmund ran müssen.

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