22.11.2020 - 12:17 Uhr
NürnbergOberpfalz

Zwei Menschen in Nürnberg erschossen: Tatverdächtiger ist Ex-Ehemann

Schüsse fallen, eine Frau liegt tot auf der Straße, ein toter Mann im Taxi daneben. Die Polizei fasst einen Tatverdächtigen bei dem es sich um den Ex-Ehemann der Frau handelt.

Ein Polizist bewacht die Zufahrt zu einem Nürnberger Wohnviertel, indem auf offener Straße zwei Menschen erschossen worden sind.
von Agentur DPAProfil

Eine Frau und ein Mann sind am Samstag in Nürnberg mitten auf der Straße erschossen worden. Ein Tatverdächtiger hatte sich widerstandslos festnehmen lassen. Bei dem 66-jährigen Tatverdächtigen handelt es sich nach Angaben der Polizei am Sonntag um den getrennt lebenden Ehemann der Frau.

Die Polizei war am Samstag gegen 10.45 Uhr von einem Zeugen alarmiert worden, dass im Stadtteil Gebersdorf Schüsse gefallen seien, sagte eine Polizeisprecherin. "Eine Frau lag auf offener Straße. In unmittelbarer Nähe stand ein Taxi, darin war ein getöteter Mann." In welcher Beziehung die beiden Opfer zueinander standen, sei noch völlig offen. Woher der Mann die Waffe habe, sei noch Gegenstand der Ermittlungen, sagte Polizeisprecherin Janine Mendel. Die Frau habe in der Nähe des Tatorts gelebt, der Taxifahrer nicht.

"Die Gesamtumstände und die Aussage von Zeugen deuten auf eine Beziehungstat hin", sagte die Polizeisprecherin bereits am Samstag. Es gebe keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. Eine Schusswaffe sei in Tatortnähe gefunden worden. Auch das SEK sei im Einsatz gewesen.

Ein Kriseninterventionsteam und ein Seelsorger hätten nahe Angehörige betreut, die zum Tatort geeilt seien. Die Straßen rund um den Tatort waren abgesperrt, Mordkommission und Spurensicherung waren vor Ort. Auch Zeugen würden vernommen. Der 66-jährige Tatverdächtige soll dem Ermittlungsrichter wegen des Verdachts auf zweifachen Mord vorgeführt werden.

Weiter Totschlag-Verdacht im Flutkanal-Fall

Weiden in der Oberpfalz
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Kommentare

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Susanne Blöchinger

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte den Autor/die Autorin auf diesen sehr treffenden Artikel hinweisen

https://www.fr.de/meinung/femizid-warum-mord-keine-beziehungstat-12237171.html

um anzuregen, die unüberlegte Verwendung von Begriffen wie "Beziehungstat", oder "Familiendrama" im Zusammenhang mit derartigen Taten noch einmal zu überdenken.

MfG

S. B.

23.11.2020