28.11.2019 - 15:14 Uhr
Oberbibrach bei VorbachOberpfalz

Die Freien Wähler setzen auf Manfred Plößner

Nun ist es offiziell. Einmütig wählt Vorbachs Freie Wähler-Gemeinschaft Manfred Plößner zum Bürgermeister-Kandidaten. Die Nominierungsversammlung wird für den Polizeibeamten zum Triumph. Er erhält das perfekte Wahlergebnis.

Schon vor einigen Wochen von der Vorstandschaft empfohlen, wählten die Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft Vorbach-Oberbibrach-Höflas den 53-jährigen Polizeibeamten und langjährigen Kommunalpolitiker Manfred Plößner (re) zum Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Gemeinde Vorbach. Als erste gratulierten Ehefrau Angela und Bürgermeister Werner Roder
von Robert DotzauerProfil

Die Freie Wählergemeinschaft Vorbach-Oberbibrach-Höflas zeigte sich im überfüllten Feuerwehr-Schulungsraum des alten Schulhauses geschlossen, selbstbewusst und zuversichtlich. Schon die ersten Worte von Wahlleiter und amtierenden Bürgermeister Werner Roder lassen aufhorchen. Unverblümt stellte er fest: "Manfred Plößner ist der deutlich geeignetere Bewerber". Roder, der nach 24 Jahren Bürgermeisterjahren aus familiären Gründen nicht mehr antritt, sprach Klartext. Der Kandidat der Freien Wähler sei mit Blick auf sein Studium an der Beamtenfachhochschule und seiner beruflichen Tätigkeit als Polizeibeamter der bessere Bürgermeister. Zudem spreche für Plößner seine langjährige kommunalpolitische Tätigkeit und die Verbundenheit von Kindesbeinen an mit seiner Heimat Oberbibrach und Vorbach. An die 26 wahlberechtigten Mitglieder appellierte Roder: "Wählt einen Kandidaten mit Herz und Verstand, der sich mit vollem Einsatz für seine Heimatgemeinde einbringt".

Doch bevor sich dieses zündende Plädoyer auf den weißen Stimmzetteln niederschlug, blickte Manfred Plößner auf eine blühende Gemeinde, streifte kommunalpolitische Felder, nannte Projekte, die es fortzuführen gilt und sprach Zukunftsthemen an. Der 53-Jährige schöpfte dabei aus seinen langjährigen Erfahrungen als Gemeinderat, Kreisrat und Fraktionsführer der Freien Wähler, als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses des Wasserzweckverbandes, als Verbandsrat im Zweckverband der Feuerwehren und Rettungsdienste und als Vorsitzender der FWG auf Kreis- und Gemeindeebene.

Thematisch widmete sich Plößner zunächst den kommunalpolitischen Erfolgen in der Gemeinde. Er erinnerte unter anderem an die Schulhausrenovierung in Oberbibrach, an die Eröffnung eines Dorfladens in Vorbach und den Bau eines kommunalen Mietwohngebäudes und ließ weitere wichtige Projekte der Daseinsvorsorge, wie zum Beispiel für die Trinkwasserversorgung, für den Breitbandausbau, Straßensanierungen, Wegebau und die Baulanderschließung Revue passieren. In diesem Zusammenhang honorierte die Versammlung die Leistungen von Bürgermeister Werner Roder mit stürmischem Applaus.

Bei seinen Visionen und Ideen für die Gemeinde stieg Plößner etwas tiefer ein. Er kenne die Wünsche seiner Bürger. Deshalb sei es ihm ein großes Anliegen, das sogenannte große Dorferneuerungsverfahren in seinem Heimatdorf Oberbibrach voranzubringen. Als Einzelmaßnahmen nannte er dabei die Sanierung des Bachlaufes und damit einhergehende Hochwasserschutzmaßnahmen und die Möglichkeit, auch Privatinitiativen zu fördern. Als gute Beispiele verwies er auf die Erfolge der Dorferneuerung in Vorbach und Höflas.

Überhaupt sei ihm die Erhaltung und Belebung der Ortskerne ein großes Anliegen, kündigte er an. Als weitere Schwerpunkte nannte er die Sicherung einer Trinkwasserversorgung in kommunaler Hand. Eine Lanze brach der FW-Mann für die Feuerwehren der Hauptorte. Den Beschluss des Gemeinderates zur Anschaffung eines Löschfahrzeuges vom Typ LF 20 und den Neubau eines Feuerwehrhauses in Vorbach bei einer Gesamtbewertung des Brandschutzes nannt er eine logische Konsequenz und versicherte auch den Oberbibrachern die Neubeschaffung eines Löschfahrzeuges. An politischen Gegnern arbeitete sich Plößner nicht ab. "Die Leistungen in der Ära Roder bestreitet niemand", stellte er fest. Schließlich müsse man auch nach der Wahl zum Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger zusammenarbeiten.

Dem Appell des noch amtierenden Bürgermeisters Roder, folgte in geheimer Wahl die Abstimmung. Freudestrahlend verkündete Roder mit seinen Wahlhelfern Heiner Schatz und Christian Friedrich: "26 Stimmen für Manfred Plößner". Ein 100-prozentiges Votum. Der Bürgermeisterkandidat dankte dafür, verwies auf die weiteren Vorbereitungen zur Kommunalwahl und kündigte eine "prima Liste" von FWG-Kandidaten an, die am Mittwoch, 18. Dezember, im Dorfwirt in Vorbach nominiert werden.

Vita:

Geboren in Oberbibrach ist Manfred Plößner ein waschechtes Kind der Heimat. Seit 1991 ist er mit Ehefrau Angela verheiratet. Das Paar hat drei Kinder: Daniela, Florian und Nicole. Plößner ist seit 1986 Polizeibeamter. Derzeit ist er stellvertretender Dienststellenleiter der Inspektion Auerbach. Seine Steckenpferde findet Plößner im Bereich des Sports: Karate, Tauchen, Jagen, Schach, Wintersport und Wandern gehören zu seinen Hobbys.

Optimismus pur herrschte bei den Freien Wählern anlässlich der Nominierungsversammlung in Oberbibrach
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