Damit Leser und Bücher zusammenkommen: Ein Leitgedanke von Anneliese Weber, der gut in die Zeit passt. Die Familienbeauftragte der Gemeinde Vorbach mit einer Vorliebe für gute Literatur probiert es mit einem öffentlichen Bücherschrank, aus dem sich jeder kostenlos bedienen darf.
Ein Projekt des anonymen Bücherteilens, das sich in die heutige Sharing-Gesellschaft einfügt und sich der aktuellen Community-Philosophie anpasst, wie die Gemeinderätin beim Einordnen der ersten Bücherspenden feststellte. Der große Bücherschrank mit Rollofunktion gehört ebenso zu den großzügigen Spenden wie die erste Serie an interessantem Lesestoff. Auch der Standort passt. Geschützt vor Wind und Wetter befestigte der Gemeindebauhof den Bücherschrank im Buswartehäuschen an der Oberbibracher Expositurkirche Johannes Evangelist.
„Wenn Gedrucktes angenehm, kostenlos, anonym und auf Zeit den Besitzer wechselt, ist das für viele ungewöhnlich“, weiß die Oberbibracherin. Sie hofft, dass die Bevölkerung dieses Angebot rasch akzeptiert. Nur das Zurückbringen sollten die „Leseratten“ nicht vergessen, und auch weitere Bücherspenden sind willkommen, betonte Weber.
Was erzählt der neue öffentliche Schrank mit seinem Inhalt? Auch darüber klärte die Gemeinderätin und Familienbeauftragte auf. „Der Lesestoff ist reichlich, vielseitig und lehrreich. Vom Kinderbuch bis zum berühmten Romanklassiker steht hier alles.“ Zirka 200 Medien im tadellosen Zustand wurden schon gespendet. Auch ein wertvoller Bildband über die Sixtinische Kapelle ist darunter. Es dürfen aber auch Fachbücher, Romanzen und Portraits berühmter Persönlichkeiten nicht fehlen. Auch heimatkundlicher Lesestoff und die Bayerische Küche sind zu entdecken. „Die Vielfalt macht den Bücherschrank bestimmt erfolgreich“, hofft Weber, die auch als erste Bücherpatin fungiert. Andererseits könne jedermann auch ein gutes Buch los werden, ohne dass es in der Papiertonne landet.













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