18.06.2020 - 09:09 Uhr
Oberbibrach bei VorbachOberpfalz

Oberbibracher Vereine kämpfen gegen Hochwasserschäden

„Mund abputzen und weitermachen“: Nach diesem Motto geht es in Oberbibrach nach dem Hochwasser weiter. Als ob die Beseitigung der Schäden nicht genug wären, stehen nun Verhandlungen mit den Versicherungen an.

Mit einem Hochleistungssauger entfernt die Firma MBau das Wasser aus dem Boden im Oberbibracher Schützenhaus. Wenn alles klappt, können dann in gut drei Wochen die Reparaturarbeiten beginnen.
von Autor EDOProfil

Von dem Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen wurden unter anderem das MCO-Heim, das Feuerwehrhaus und das Schützenhaus. Natürlich sei man in Bachnähe immer gefährdet, sagt Reinhard Kreutzer, dass aber Wasser in den Schützenhaus-Saal läuft, habe es noch nicht gegeben. Der langjährige stellvertretende Vorsitzende kennt das Gebäude, seit es vor etwa einem halben Jahrhundert gebaut wurde. Auch in Küche, Bar und Wirtstube sieht man an den dunklen Flecken an der Wand, wie weit sich das rotbraune Wasser vom Biberbach ausgebreitet hat. „Nun muss erst einmal alles trocken gelegt werden“, erklärt Reinhard Leipold von der Firma MBau aus Metzlasreuth, die für das schwierige Unterfangen beauftragt wurde. Etwa fünfzig Löcher wurden dazu in den Boden gebohrt, in jedem steckt ein gelbes Schlauchende, durch welches die Feuchtigkeit mit einem Hochleistungssauger unter dem Parkett aus dem darunterliegenden Estrich gesaugt wird. „Mindestens drei Wochen werde das dauern“, vermutet Leipold. Danach werde bei Bedarf noch Luft hineingeblasen.

Nicht mehr zu retten ist der Eingangsbereich, hier erfolgt ein Austausch des Bodens, da sich zu viel Wasser angesammelt habe. Aber auch Wände müssen gestrichen und neue Sockelleisten verlegt werden. „Der finanzielle Schaden beläuft sich mindestens auf einen mittleren fünfstelligen Betrag, informiert Martin Schmid, Vorsitzender des Schützenvereins. Eigenleistungen sind darin schon einkalkuliert.

Auch das Feuerwehrhaus hat es schlimm erwischt. Der Schlamm klebt noch in allen Ritzen. Ebenso im MCO-Heim, wo es zudem die Heizungsanlage erwischt hat, der Schaden hier wird im unteren fünfstelligen Bereich beziffert. Wer für den Schaden aufkommt, ist noch nicht geklärt. Es bestehe die Hoffnung auf öffentliche Zuschüsse. Bürgermeister Alexander Goller und der stellvertretende Landrat Albert Nickl sind bereits eingeschaltet. Parallel zu den Aufräumarbeiten geht im Schützenhaus der gastronomische Betrieb weiter. Küche und Biergarten haben zu den gewohnten Zeiten geöffnet. „Wir müssen den Betrieb hier aufrechterhalten“, erklärt Schmid kämpferisch.

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