03.03.2020 - 13:02 Uhr
Oberbibrach bei VorbachOberpfalz

Parkplätze und Brücke fürs Bahngelände

„Gemeinsam etwas erreichen“, lautet sein Leitspruch. CSU-Bürgermeisterkandidat Alexander Goller dankt deshalb allen, die Verantwortung für die Gemeinde übernehmen möchten, und appelliert an alle Bürger, sich aktiv an der Wahl zu beteiligen.

CSU-Bürgermeisterkandidat Alexander Goller zeigt bei der Wahlveranstaltung im Schützenhaussaal seine Ziele auf. Auch Landrat Andreas Meier gibt einen Einblick in wichtige Zukunftsthemen.
von Externer BeitragProfil

Zum Abschluss der Wahlveranstaltungen des CSU-Ortsverbandes Vorbach/Oberbibrach begrüßten Vorsitzender Peter Stickling und Bürgermeisterkandidat Alexander Goller etwa 70 Gäste im Schützenhaussaal, darunter Ehrenvorsitzenden Anton Schecklmann, die Ehrenmitglieder Georg Biersack und Adolf Meier sowie Landrat Andreas Meier. Goller berief sich auf die Stärken „Heimat, Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt“ und nannte dazu exemplarisch die zwei großen Faschingsveranstaltungen und den Kinderfasching in Vorbach und Oberbibrach: „Nicht viele Gemeinden in dieser Größenordnung schaffen das.“

Bei der Vorstellung seiner Ziele ging der Höflaser unter anderem auf die „Große Dorferneuerung“ in Oberbibrach und den dazugehörigen Weilern ein, die unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung erfolgen sollte. Alle Vereine seien ebenfalls aufgerufen, ihre Vorstellungen darzulegen: „Je mehr von den Bürgern kommt, desto besser.“ Zudem könnten unter bestimmten Voraussetzungen auch Fördermöglichkeiten für private Vorhaben abgerufen werden.

Weiterhin plädierte der Bürgermeisterkandidat für die Wiedereinführung eines Kindergartenbusses, der in Form eines mit Strom betriebenen Fahrzeuges inklusive Ladestation den Weg für einen anzustrebenden klimaneutralen Kindergarten bereiten könnte. Die Finanzierung der Anschaffungskosten sei bereits zugesagt und „für den laufenden Betrieb wären sicher viele Bürger bereit, sich im Rahmen einer Trägerverein-Struktur einzubringen“, ist der CSU-Gemeinderat überzeugt.

Ferner sprach er sich dafür aus, den Radweg zwischen Oberbibrach und Schlammersdorf voranzubringen. In Zukunft könnte auch eine Anbindung an das Radwegnetz nach Oberfranken – Neuvoita und Voita – erfolgen. Goller wies zudem auf den sich bereits in der Entwicklung befindenden „Marterl-Weg“ hin. Beim jüngsten Ferienprogramm habe sich gezeigt, dass auch Kinder und Jugendliche großes Interesse an den zahlreichen Gedenksteinen und Tafeln in der Flur haben. Die Festigung des Schulstandorts inklusive Aufwertung der Schulsportanlagen ist dem Bürgermeisterkandidaten ein weiteres großes Anliegen. Man müsse durch aktives Zugehen auf Lehrer, Schüler und Eltern ermitteln, wo es Bedarf gebe, sagte er.

Zur angestrebten Bedarfshaltestelle der Deutschen Bahn in Vorbach stelle der Redner „auch sehr positives Feedback aus Oberbibrach“ fest. Ebenso zeigte er seine weiteren Pläne für das ungenutzte Bahngelände auf: Anvisiert seien dort Parkplätze mit einer Fußgängerbrücke – oder gar einer Zufahrtsbrücke für Autos und Lkws – zur Firma Novem, wodurch die Industriestraße – und somit die Anwohner – entlasten werden sollen. Als nächste Schritte empfahl Goller die Analyse der Pendlerströme sowie ein Bürgergespräch mit hochrangigen Vertretern der DB Netz AG und leitenden Baudirektoren. Durch die CSU-Kontakte sei dies schnellstmöglich umsetzbar.

Besonders ging der Bürgermeisterkandidat auf das Thema „Wasserstoffregion“ ein. Die regenerative Energiequelle spiele insbesondere für größere Energieverbraucher eine Rolle. So könnte beispielsweise überschüssiger Strom in Wasserstoffspeichern aufbewahrt werden, um diesen dann in Spitzenverbrauchszeiten wiederzuverwenden. Es bestehe aufgrund hoher Fördermöglichkeiten bereits Interesse privater Firmen, doch auch die Kommune könne in Form von „Public Private Partnership“ davon profitieren.

Im Anschluss stellten sich die örtlichen Kreistagskandidaten Marga Kreutzer (CSU) und Florian König (JU) vor. Kreutzer, der die medizinische Versorgung besonders wichtig ist, appellierte an die Zuhörer, alle demokratischen Parteien und die Kandidaten im westlichen Landkreis zu unterstützen. König betonte die Vorzüge seiner Heimat und zeigte sich vom Baxi begeistert, das noch ausgebaut werden sollte.

Um Stimmen warb auch Kreisrat Gerald Morgenstern aus Grafenwöhr, der erneut für das Landkreis-Gremium kandidiert. Man habe in der Vergangenheit bewiesen, dass man etwas voranbringen könne. Großes Potenzial sah er in der Firma Novem, die in der Region gehalten werden müsse. Zum Abschluss richtete der stellvertretende Ortsvorsitzende Richard Hofmann einen flammenden Appell an die Besucher, Goller und die CSU-Kandidaten bei der Kommunalwahl zu unterstützen.

Im Blickpunkt:

In einer Zeit des Übergangs

Landrat Andreas Meier wusste mit einer überzeugenden Rede zu begeistern. Er lobte die „klare, präzise und unaufgeregte Art“ des Vorbacher Bürgermeisterkandidaten und bezeichnete die Kommunalpolitik als „Keimzelle der Politik“. Hier könne man sich direkt beteiligen. Zugleich bedauerte er, dass viele Mandatsträger Anfeindungen ausgesetzt seien. Man befinde sich in der Zeit eines Übergangs, bei dem sowohl neue Ideen aber auch Bewährtes berücksichtigt werden müssten.

Meier richtete seinen Blick auf die großen Zukunftsthemen, unter anderem die Digitalisierung, die sowohl einen Bruch als auch eine Chance darstelle. Nutzungsmöglichkeiten im Alltag seien etwa das Bezahlen per App, aber auch die telemedizinische Anbindung, was im ländlichen Bereich besonders wichtig sei. Zudem sei der Landkreis auch "Modellregion 5G" in der Medizintechnik, was den Transport großer Datenmengen in Echtzeit ermögliche. Daten von EKG-Trägern könnten direkt an einen Mediziner übermittelt werden, der so im Ernstfall frühzeitig eingreifen könne.

Auch auf die Energiefrage ging der Landrat ein. Er zeigte sich davon überzeugt, dass es einen Mix aus mehreren Quellen geben müsse. Unumgänglich sei, sich breit aufzustellen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Daher sei es notwendig, auch manchmal „zu spinnen“ und unkonventionelle Pfade zu beschreiten, sagte Meier.

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