Oberbibrach bei Vorbach
30.10.2019 - 16:11 Uhr

Wegen Hündin Luzi: Große Suchaktion im Speinsharter Forst

Die Hündin von Staatsförster Alwin Rupprecht ist verschwunden. Mehrere Pettrailer durchkämmen den Wald bei Oberbibrach, bisher ohne Erfolg. Letzte Spur führt zur Kreisstraße.

Westfalenterrier Luzi ist verschwunden. Im Speinsharter Forst fanden deswegen schon an drei Tagen große Suchaktionen statt. Bild: exb
Westfalenterrier Luzi ist verschwunden. Im Speinsharter Forst fanden deswegen schon an drei Tagen große Suchaktionen statt.

Drei Tage lang durchstreifen Suchhunde den Wald bei Oberbibrach. Sie suchen nach Luzi. Die sogenannten Pettrailer aus Regensburg und Forchheim sind mit acht Hunden auf der Spur der verschwundenen Hündin.

Alles begann am Dienstag, 22. Oktober. Alwin Rupprecht, seit 25 Jahren Staatsförster für das Revier Oberbibrach, arbeitet im Wald. Immer dabei ist der zehn Jahre alte Westfalenterrier mit einfarbigem rot-braunem Fell. „Sie bleibt in der Nähe, stöbert oft mal zehn Minuten einem Reh hinterher, kommt dann aber zuverlässig und schnell zurück“, sagt der Besitzer. Seit Jahren begleitet sie ihn in den Wald. Er kann sich nur an drei längere Alleingänge des Hundes erinnern: „Dann hinterlässt man eine Decke am letzten gemeinsamen Ort und holt sie später ab. Sie kam immer zurück.“ Am 22. Oktober kam Luzi nicht zurück. „Gegen 10.30 Uhr ist sie verschwunden und nicht mehr aufgetaucht“, erklärt Rupprecht. Dass seine Hündin entlaufen ist oder sich verirrt hat, schließt der Förster aus: „Sie ist ein erfahrener Jagdhund, kein normales Haustier und kennt sich in dem Gebiet extrem gut aus.“

Doch Luzi blieb verschwunden und so organisierte die Familie erste Suchaktionen. Zwischen dem 24. und 26. Oktober durchkämmten die Suchhunde aus Regensburg und Forchheim den Wald. Dazu bekamen sie den Geruch des vermissten Tieres, zum Beispiel von einer Decke oder dem Kot, und verfolgten dann die Spur. „Alle Hunde fanden zuverlässig den Beginn der Spur, verfolgten diese dann in die gleiche Richtung, dann ging es kreuz und quer durch das Unterholz“, berichtet Rupprecht von den Aktionen. Zuletzt waren sogar vier belgische Schäferhunde von „Pettrailer at work“ aus Heroldsbach und Düsseldorf im Einsatz. „Die letzte Spur von Luzi führte aus dem Wald heraus, hin zur Kreisstraße zwischen Neustadt am Kulm und Oberbibrach, zu einem Steilstück, dem Steinberg“, erklärt er.

Doch hier verliert sich die Spur der Hündin. Der Förster weiß, dass kurz oberhalb, an der ersten Einfahrt in den Staatswald von Neustadt/Kulm kommend, sehr oft Autos parken. Der Familie Rupprecht bleiben bisher lediglich Vermutungen, was Luzi zugestoßen sein könnte. Dass sie in einem Fuchsbau stecken geblieben ist, hält der Förster für unwahrscheinlich, da kein Suchhund eine Spur in der Nähe eines solchen Baus fand. Es bleibt die Vermutung, dass Luzi, die eine Schulterhöhe von 35 Zentimetern hat, Opfer eines Verkehrsunfalls wurde, oder in einem Fahrzeug mitgenommen wurde.

Seit Tagen übernachtet Rupprecht in seinem Auto im Wald, in der Hoffnung, dass seine Hündin zurückkommt. „Das Gebiet und die Böschungen wurden mit Mensch und Hunden tagelang engmaschig abgesucht. Es war fast nahtlos jemand vor Ort. Auch Polizei, Tierheime, Straßenmeisterei, Tierärzte haben wir abgefragt und dem Suchdienst Tasso das Verschwinden gemeldet“, erzählt der Förster. Die Hündin trug bei ihrem Verschwinden kein Geschirr oder Halsband, hat aber einen implantierten Chip, mit dessen Nummer man den Hund identifizieren kann.

Doch bisher gab es noch keine Hinweise auf den Verbleib von Luzi. „Ich glaube immer an das Gute im Menschen und kann mir irgendwie nicht vorstellen dass jemand einfach den Hund mitnimmt“, sagt Rupprecht. Er bittet darum Luzi im Tierheim Weiden abzugeben oder einen möglichen Unfall zu melden.

Westfalenterrier "Luzi" ist verschwunden. Bild: exb
Westfalenterrier "Luzi" ist verschwunden.
 
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