Für Mobilität und gegen Schießlärm

Er ist schon einmal angetreten und wird es ein zweites Mal tun: Michael Rischke ist Wunschkandidat des SPD-Kreisvorstandes für die Wahl zum Landrat im März 2020. Warum er der Richtige ist, begründen die Funktionäre vor der Nominierung.

Bei der SPD beginnt der Kommunalwahlkampf: Michael Rischke (Dritter von links) soll Landratskandidat werden.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Die Entscheidung fällt zwar erst am Freitag in Oberleinsiedl bei der Delegiertenversammlung, aber weil Rischke der (bisher) einzige Kandidat für die Landratswahl ist, stellte ihn der Kreisvorstand in Schlicht im Gasthaus Ströll schon mal der Presse vor. Vorsitzender Uwe Bergmann lobte den Diplom-Ingenieur aus Ursen-sollen als etablierten Kreisrat und fleißigen Wahlkämpfer. Die Entscheidung für ihn sei schnell gefallen.

Auch SPD-Kreistags-Fraktionssprecher Winfried Franz sah Rischke als fachlich kompetent auf einer sehr sachlichen Arbeitsebene und damit auf einer Linie mit der Fraktion. Er nannte besonders den Erhalt der Krankenhäuser und die Verbesserung des Personennahverkehrs als Ziele der SPD-Politik, Richard Gaßner fügte den Wunsch nach Straßenausbau mit Radwegen an. Reinhard Strobl präzisierte den Wunsch nach gemeinsamer überregionaler, politischer Hilfe für die Kliniken und einer Änderung der 10h-Regelung bei Windrädern zugunsten von 5h.

Die Redaktion von Oberpfalz-Medien stellte Michael Rischke im Anschluss drei Fragen zu seinen politischen Zielen:

Zunächst ging es darum, was ihn bewogen habe, wieder anzutreten: "Eine gute Frage! Ausschlaggebend waren letztlich der enorme Zuspruch und die vielen Nachfragen von Landkreisbewohnern, ob ich wieder kandidieren werde. Schließlich - um den Wählern eine Alternative bieten zu können - warf auch ich bei Diskussionen im Kreisvorstand "meinen Hut in den Ring". Ich war dort über die positive Resonanz erfreut. Ich hoffe, dass mich die Delegierten bei der Versammlung am Freitag entsprechend nominieren.

Die Schwerpunkte seines politischen Programmes definierte er so: "Solide Haushaltsführung ohne Vernachlässigung der Zukunftsaufgaben; die Attraktivität unseres Landkreises für die Menschen und die Wirtschaft weiter steigern. Dazu gehört der Ausbau unserer Infrastruktur und der Breitbandversorgung. Firmenansiedlungen und Neugründungen aktiv unterstützen, Arbeitsplätze schaffen und sichern. Unterstützung und Förderung von Netzwerken für Senioren und Jugendliche sowie auch Ausbau der Nachbarschaftshilfe. Energiewende gemeinsam mit den Bürgern gestalten und umsetzen. Konzepte für den Tourismus weiter entwickeln und - vor allem für die Radfahrer - attraktiv gestalten." Weiter gehe es um Erhalt und Sicherung unserer kommunalen Krankenhäuser und der hausärztlichen Versorgung sowie der Notfallversorgung in der Fläche, den Erhalt unserer wohnortnahen Schulstandorte und einer guten Bildung - auch an unserer regionalen Hochschule. Am Herzen liege ihm auch die Unterstützung der Jugendarbeit und des Sports, die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis und der Gemeinden untereinander. Abschließend nannte er den Erhalt unserer Kulturlandschaft bei gleichzeitiger Abwägung der künftigen Nutzungs- und Finanzierungsmöglichkeiten und die Absicht, aktiv zu Fördermöglichkeiten der Solarenergie und deren Speichermedien zu informieren.

Was würde er sofort ändern im Landkreis? "Dem Thema des öffentlichen Nahverkehrs und der klimafreundlichen Mobilität der Bürger aus dem Landkreis würde ich höheren Stellenwert einräumen. Auch die Anschlüsse und Anbindungen über die Landkreisgrenzen hinaus bedürfen einer stärkeren Betrachtung. Meines Erachtens müssen vielzitierte EU-Vorgaben diskutiert oder gar infrage gestellt werden, wenn es um Klimaschutz geht. Zudem möchte ich das Thema Schieß- und Fluglärm aktiv angehen."

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.