Etwas Wehmut kam heuer beim Choressen in der Gaststätte Anzer auf, als Kirchenchorleiter Hannes Sennert aus seinem Amt verabschiedet wurde und den Dirigentenstab an Elfriede Portner weiterreichte. Sie wird sich zukünftig mit Sophia Schieder um die Gemeinschaft annehmen. Dekan Alexander Hösl könne an Sennert nur ein großes "Vergelt’s Gott" für sein engagiertes Einbringen sagen. Er freue sich, dass sich der Senior nicht ganz aus dem Kirchenchor zurückzieht und als kräftiger Sänger erhalten bleibe.
Sennert selbst war an den Geistlichen herangetreten, um gemeinsam nach einer adäquaten Lösung für die Zukunft zu suchen. „Chor ist keine einfach Sache und jemand zu finden, der mit viel Engagement und kontinuierlich die Arbeit vorantreibt, ist nicht einfach.“ Manche Orte hätten da schon riesige Probleme, wusste der Pfarrer. Umso mehr freue er sich, dass mit Sophia Schieder vor kurzem eine junge Nachwuchskraft mit einstieg und gerade auf den Dörfern den Chorgesang hochgehalten werde. In diesem Zusammenhang dankte er allen Sängern, dass sie immer bei allen Festtagen zur Stelle sind und die gesamte Liturgie mit schönem Gesang bereichern und verschönern. Dekan Hösl findet es auch tröstlich, dass die Beerdigungsgottesdienste noch gesanglich vom Kirchenchor gestaltet werden.
Bevor Sennert im Jahr 2007 die Chorleitung von Michael Kindl übernahm, hatte er sich schon zwölf Jahre vorher als Sänger mit viel Herzblut vor Ort eingebracht. Er sei es gewesen, der sofort bei der Stange war, als die Oberlinder einen Chorleiter brauchten, und er stattete die Gemeinschaft mit neuem Liedgut aus. „Zwölf Jahre lang haben sie nun die Geschicke des Chores geleitet.“ Der Dienst sei aber nur möglich gewesen, weil auch Sennerts Ehefrau Gisela stets ihren Ehemann unterstützte. Dafür galt auch ihr der Dank im Namen der Kirchenverwaltung der Filialgemeinde, bevor ihr Pfarrer Hösl ein Geschenk überreichte. Für den unermüdlichen Einsatz von Hannes Sennert sagte er ebenfalls ein herzliches Dankeschön mit einem Präsent.
Nur kurz habe Elfriede Portner gezögert, aber nach gutem Zureden willigte sie schließlich ein, die musikalische Leitung für den Chor zu übernehmen. Portner ist längst ein Routinier und eine Institution als Organistin. Dieses Amt übt sie seit 1967 in der Pfarreiengemeinschaft aus. Als Chorsängerin ist sie seit 1977 mit dabei. „Haltet weiter zusammen, es ist eine schöne Sache“, bat der Geistliche alle Sänger. Danach bedankte sich Portner ebenfalls bei Sennert. „Du kennst die ganze Herde.“ Jeder Chorsänger solle versuchen, in seinem Bekanntenkreis Werbung für den Chor zu machen, um neue Sänger zu akquirieren. Die neue Chorleiterin bedankte sich bei allen für die Bereitwilligkeit, immer für die Chorgemeinschaft da zu sein. Mit dem Zitat „Dankbarkeit ist ein Blümchen, dass nur in wenigen Gärten wächst“ überreichte sie an Sennert eine kleine Sonneblume aus ihrem Garten.
Der scheidende Chorleiter richtete herzliche Worte an Dekan Hösl, der immer ein offenes Ohr für seine Belange hatte und offen für seine Vorschläge war. „Sie waren immer entgegenkommend, phantastisch und sehr hilfsbereit und sie sind sehr nah an den Leuten dran.“ Den Mitgliedern des Chores stellte er die Prädikate zielstrebig und konstruktiv arbeitend aus. Die richtigen Akzente setze nun Elfriede Portner. „In diesem Chor macht es Freude zu singen.“













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