23.09.2021 - 13:01 Uhr
Oberlind bei VohenstraußOberpfalz

Jäger retten 32 Rehkitzen das Leben

Die Jagdgenossenschaft Oberlind mit Vorsitzendem Josef Meißner (Zweiter von rechts) und dem ehemaligen Stellvertreter Hans Bayerl (Zweiter von links) spendeten 2000 Euro zur Drohnenanschaffung. Die Jägerpiloten Johannes Hartwig (links) und Martin Vogt (rechts) retteten allein in der vergangenen Mähsaison 32 Rehkitzen das Leben in den Oberlinder Fluren.
von Redaktion ONETZProfil

Die Mähsaison ist für den Rehnachwuchs eine gefährliche Zeit. Kitze ducken sich ängstlich ins hohe Gras und rühren sich nicht vom Fleck. Das Problem: Landwirte sehen sie beim Mähen nicht und Erntemaschinen werden zur tödlichen Gefahr. Die Jägerschaft im Oberlinder Jagdrevier rettete im vergangenen Sommer 32 Rehkitzen das Leben. Der Einsatz einer Drohne machte sich in der Heuerntezeit, die sich in diesem Jahr aufgrund der schlechten Witterung nur auf wenige Tage beschränkte, mehr als bezahlt. Jäger Martin Vogt war in den Erntewochen schon in den frühen Morgenstunden ab etwa 4 Uhr mit seinen Jägerkameraden, Hans Sauer, Johannes Hartwig und Johann Ertl auf den Beinen, um als Drohnenpiloten vor dem Einsatz der großen Kreiselmähwerke Rehkitze aufzuspüren und in Sicherheit zu bringen.

Die Mitglieder der Jagdgenossenschaft und die Landwirte zeigen sich von diesem großartigen Einsatz der Jäger mehr als beeindruckt. Um noch effektiver und schlagkräftiger das Leben junger Rehe retten zu können, schafften sich die Waidmänner noch eine weitere Drohne mit Wärmebildkamera an. Diese enormen Anschaffungskosten je Drohne von rund 3500 Euro unterstützen die Jagdgenossen nun mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro. Bei der Spendenübergabe demonstrierte Hartwig dem Jagdvorstand Josef Meißner und seinem bisherigen Vertreter Hans Bayerl einen solchen Drohneneinsatz. Die Jagdgenossen waren sich einig, dass dieser „Spüreinsatz“ für die Landwirte ein enormer Zeitgewinn sei, wenn sie nicht selbst das zu bearbeitende Areal zu Fuß absuchen müssten. Somit profitieren von diesem Wildschutz-Engagement Landwirte, Jäger und Jagdpächter gleichermaßen.

Nach der beendeten Drohnenabsuche könnten die Bauern sorglos ihre Mähgeräte zum Einsatz bringen. Meißner zeigte sich deshalb glücklich, Jäger zu haben, die derart technisch versiert sind und die Landwirte damit flexibel und schnell unterstützen können. Die Drohne komme aber nicht nur beim Aufspüren von Rehkitzen zum Einsatz, sondern werde auch bei der Suche nach Schwarzwild in Maisfeldern oder bei der Schadenserkennung große Dienste leisten können, sagte Hartwig. Abschließend lobte Meißner das gute Miteinander zum Schutz der Natur und der Tiere.

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