An der Frühlingsstraße hat sich der Münchner ein Haus gebaut. Nun hat er dem Oberpfälzer Waldverein angeboten, verwitterte Flurdenkmäler zu überarbeiten. Als eines seiner ersten Werke die er mit neuer Farbe auffrischte, ist das Marienbildnis am "Wolf-Jackl"-Marterl an der Ortsstraße in Richtung Kalvarienbergkirche, das im Besitz von Elfriede und Georg Portner aus Unterlind ist.
Rudolf Großmann ist froh darüber, dass mit dem versierten Kunstmaler nun ein absoluter Fachmann in greifbarer Nähe ist. Bereits Wewiors Vater Georg war Kunstmaler und malte 1977 und 1978 etliche Flurmale um Vohenstrauß. Der jetzige Standort des bekannten Bildstocks wurde 2001 gewählt, nachdem die Umgehungsstraße gebaut war. Der damalige Bürgermeister Josef Zilbauer hatte mit seinem Stellvertreter und jetzigem Nachfolger Andreas Wutzlhofer sowie Leitendem Baudirektor Hermann Weigl diesen freien Platz auserkoren, und den Bildstock wieder fast an seinen Originalstandort platzierten. Das Bildnis Maria mit dem Kind stammt von Georg Wewior. 1991 erneuerte es bereits dessen Sohn Werner. Beim Einweihungstermin 2001 vergaß der damalige Stadtpfarrer Franz Winklmann den Termin, und so wurde kurzerhand der evangelische Stadtpfarrer Hermann Bock angerufen, der den Segen für den Bildstock spendete.
Seither wird immer wieder behauptet, dass es sich um ein "lutherisches Marterl" handeln würde, schmunzelt Großmann. Den Wanderer, der vorüberkommt und ein Gebet verrichtet, dürfte diese Bewandtnis egal sein. Der Platz bietet sich zweifelsohne bestens an, eine kleine Rast einzulegen. Kurz nach der Errichtung am heutigen Standort renovierten OWV-Mitglied Josef Wild, Spengler Otto Riedlbauer und Dekorations- und Porzellanmaler Fritz Schönberger aus Kaimling das Wolf-Jackl-Marterl.
Georg und Elfriede Portner verfolgten das Anbringen des Bildnisses ganz genau und zeigten sich begeistert, dass der Bildstock ihrer Vorfahren nun wieder farbenfroh beeindruckt. Errichten ließ den Bildstock Matthias Bodensteiner, einer der Vorfahren von Elfriede Portner, vermutlich 1864.



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