SPD-Ortsvereinsvorsitzender Markus Kick aus Unterlind hatte kürzlich den Zustand des Spielplatzes bemängelt. Seiner Ansicht nach bräuchte er dringend eine Renovierung. „Es fehlen Klettergerüste, der Zaun ist marode, die Betonrohre sind nicht mehr zeitgemäß, und vor allem für ältere Kinder wäre eine Dirt-Bike-Strecke ideal“, hieß es in der Zeitung "Der neue Tag". Diese Aussagen stießen etlichen Bewohnern aus Unter- und Oberlind sauer auf. Michael Kindl widersprach in der Bürgerversammlung am Montagabend im Gasthof Anzer den Ausführungen Kicks: „Ein Tunnel ist höchst interessant für Kinder“, das wisse er aus seiner Erfahrung als Sonderschulpädagoge. Das Problem sei vielmehr die Sauberkeit. Im Tunnel sei Humus eingetragen oder eingeschwemmt worden. „Wenn ein Tunnel nicht sauber ist, lassen die Eltern ihre Kinder gar nicht durch“, meinte Kindl. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer sagte, es sei in den Ortsteilen bisher so gewesen, dass die Dorfbewohner ihre Wünsche für Verbesserungen eingebracht und sich dann auch selbst an der Umsetzung beteiligt hätten. „Das Tunnel muss halt sauber gemacht werden. Da wo ein kleines Kind durchkommt, komme ich nicht mehr durch“, meinte das Stadtoberhaupt. „Oder zieht mich durch, dann ist es sauber...“ Er forderte die Oberlinder Stadträte auf, die Initiative zu ergreifen. Wolfgang Braun findet den Spielplatz super, wie er ist. Allerdings würde er sich für die älteren Kinder eine Dirt-Bike-Strecke wünschen, denn er hat Bauchweh, wenn sein Sohn abends alleine die Strecke nach Fiedlbühl zur BMX-Freizeitanlage fährt. SPD-Vorsitzender Kick hatte auch den schlechten Zustand des Brückengeländers in Unterlind bemängelt. Die Stadt habe bereits im April den Auftrag an eine hiesige Metallbaufirma erteilt. Dafür seien 14 300 Euro eingestellt, gab der Bürgermeister bekannt.
Konrad Zitzmann wünscht sich eine Erneuerung des Wegs „zur Landesgrenze von der Kläranlage vorbei in Richtung Tradmühle“. Wutzlhofer habe hierzu mit Leuchtenberg bereits im vergangenen Jahr mehrmals Kontakt gesucht. „Bei diesem Kurzschluss ist es aber auch geblieben.“
Die Scheiben im Oberlinder Bushäuschen zerspringen laut Klara Uschold ganz leicht. Schüler würden immer wieder Steine dagegen werfen und das Glas zersplittere. Außendienstleiter Karl Frey erklärte die Funktion des Sicherheitsglases, das nur zersplittere aber nicht ganz herausbreche. „Das muss so sein, damit niemand Schnittverletzungen davonträgt.“ Wutzlhofer sieht in den Beschädigungen ein „hausgemachtes Problem der Bouberl, die Steine werfen“. Er könne aber keinen Aufpasser von der Stadt zur Verfügung stellen. Willi Kellner wärmte in diesem Zusammenhang eine alte Forderung bei der Dorfplatzgestaltung wieder auf: „Wir wollten kein Glasbushäuschen, sondern eines aus Holz.“ Viele Fahrgäste würden sich immer wieder über den Durchzug in der Glasversion beschweren. Doch es gebe keine Sicherheitsglasvariante die komplett bis zum Boden geschlossen ist. Die Holzkonstruktion wird an der Frontseite zu zwei Dritteln geschlossen. Im Ortsteil Straßenhäuser werde das von einem Lastwagenfahrer beschädigte und umgefahrene Bushäuschen nun durch ein hölzernes ersetzt. Für das Metallhäuschen bestünde mindestens 24 Wochen Lieferzeit.
















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.