(frd) Nicht einmal ein Regenguss am Samstagnachmittag konnte den Optimismus der Obermuracher Dorfgemeinschaft bei den Vorbereitungen auf ihr Burgfest bremsen. War schon der Auftritt des Kabarettisten Helmut A. Binser am Samstag mit einem sehr gut gefüllten Burghof (wir berichteten), ein toller Erfolg, so pilgerten die Gäste am Sonntag in Scharen hinauf auf die Burg.
"Guter Draht"
Damit sie auch weiterhin einen guten Draht zu "Petrus" haben, beginnen die "Hauserner" ihr Burgfest immer mit einem Gottesdienst am Morgen, den heuer wieder Stadtpfarrer Alfons Kaufmann zelebrierte. Er dankte am Beginn des Gottesdienstes dem Herrgott für diesen schönen Tag in der ehemals trutzigen Burg.
Er erinnerte in seiner Predigt an die Israeliten, die von Mose ins "gelobte Land" geführt worden sind, dabei auch Hunger leiden mussten und durch ein "Wunder" gesättigt werden konnten. Da auch uns Menschen oft positive Dinge passieren, die wir uns oft nicht erklären können, kommentieren wir sie oft mit einem "Gott sei Dank" und gehen dann zur Tagesordnung über. Dabei vergessen wir oft, dass Gott seine schützende Hand über uns hält und viele Dinge unseres Lebens damit wieder zum Guten führt, so der Stadtpfarrer. Deshalb ist auch dieser Gottesdienst mit einem "Lobet den Herren" begonnen worden.
Starken Beifall am Ende des Gottesdienstes erhielten die "Vöichtacher Boum" von den Gottesdienstbesuchern, die dieses Messopfer mit ihrem herrlichen Männergesang zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen wieder zu einem Festgottesdienst gemacht haben. Den Frühschoppen mit Weißwurst, Weißbier und Brezen gestalteten die "Biersyeder" mit Landlern und Boarischen; da konnte der eine oder andere Frühschoppen schon ein wenig länger dauern.
Nach einer kleinen "Siesta" in der Mittagszeit füllte sich der Burghof am späten Nachmittag zusehends und am frühen Abend mussten wegen des Besucherandrangs immer wieder Tische und Bänke aufgestellt werden. "Steckerlfisch" und die leckeren Grillspezialitäten fanden reißenden Absatz und auch die "Sau am Spieß" war schnell abgefieselt; dazu musste immer wieder Gerstensaft nachgeordert werden.
Kinderprogramm
Die gesamte "Hauserner" Dorfgemeinschaft war um das Wohl ihrer Gäste bemüht und bis in die Nacht hinein auf den Beinen. Die Kinder freuten sich über die Hüpfburg, über Kletter- und Spielmöglichkeiten und über die Möglichkeit, beim Kinderschminken ein neues "Outfit" zu bekommen. Für beste Stimmung am Nachmittag bis in den Abend hinein, sorgte das Trio "Waldlerbluat", dass flott und fast "Nonstop" für zünftige und fetzige bayerische Musi sorgte.
Sie ließen sogar "den alten Jäger" in den Burghof kommen, wobei sie ganz sicher nicht den "Dr. Isy" meinten, der als eingebürgerter Hauserner, wie die vielen anderen fleißigen Helfer die Gäste bestens versorgte.
Bis in die späte Nacht hinein dauerte das Fest und Hedwig Pamler bot immer wieder "historische Burgführungen" durch, wobei nicht einmal alle Obermuracher wissen, wie viele Treppen und Stufen vom Burghof her bis hinauf ins Burgplateau mit herrlicher Aussicht führen. Doch dieses Rätsel kann gerne beim Burgfest 2019 gelöst werden.



















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