Oberndorf bei Kemnath
13.11.2018 - 11:24 Uhr

Jeder Krieg ist eine Niederlage

Beim Volkstrauertag in Oberndorf erinnert Bürgermeister Werner Nickl an die Schrecken der Kriege. Das Denkmal sei eine besondere Erinnerung.

Am Kriegerdenkmal in Oberndorf gedenken Stadtpfarrer Konrad Amschl und Bürgermeister Werner Nickl der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Bild: jzk
Am Kriegerdenkmal in Oberndorf gedenken Stadtpfarrer Konrad Amschl und Bürgermeister Werner Nickl der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege.

"Wir feiern heuer den Volkstrauertag in Oberndorf genau am 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges", eröffnete Stadtpfarrer Konrad Amschl den Gedenkgottesdienst in der Filialkirche Sankt Georg. 17 Millionen ließen in den mörderischen Schlachten zwischen 1914 und 1918 ihr Leben. Der Zweite Weltkrieg gut 20 Jahre später kostete ein Vielfaches an Menschenleben.

Unter den Klängen der Stadtkapelle Kemnath waren die Bürgermeister Werner Nickl und Heidrun Schelzke-Deubzer, einige Stadt-, Kirchen- und Pfarrgemeinderäte sowie die Abordnungen der beiden Feuerwehren Höflas und Kötzersdorf und des Schützenvereins Silberbach kurz vor neun Uhr in das Gotteshaus eingezogen. Thomas Reger (Feuerwehr Kötzersdorf) trug die Lesung und die Fürbitten vor. "Was wir vor unsren Augen sehn, ist längst das Letzte nicht" und andere Trauergesänge sang der Kemnather Kammerchor unter der Leitung von Josef Zaglmann.

Nach dem Gedenkgottesdienst stellten sich die Fahnenabordnungen und die Gottesdienstbesucher zum Totengedenken auf dem renovierten Dorfplatz vor dem Kriegerdenkmal auf. Dort hatten Matthias Müller und Martin Hautmann in Uniform die Totenwache übernommen. Nach einem Gebet des Geistlichen und einem Bläserchoral der Kemnather Musikanten ergriff Bürgermeister Werner Nickl das Wort. "Dieses Denkmal erinnert uns daran, dass viele unserer Vorfahren, Menschen aus unserer Gemeinde, aus den entsetzlichen Weltkriegen nie mehr heimkamen", betonte er. "Und viele, die heimkamen, hatten Kriegsverletzungen, die sie zeitlebens begleiteten."

Zum Gedenken an die Kriegsopfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges legte er vor dem Mahnmal einen Kranz nieder. Nach dem Kommando "Senkt die Fahnen" durch Peter Hautmann intonierten die Bläser unter Leitung von Manfred Baumann das Lied "Ich hatt einen Kameraden". In sicherer Entfernung feuerte Max Popp den Ehrensalut ab. Am Ende der Totenehrung bedankte sich Peter Hautmann von der Feuerwehr Kötzersdorf bei allen Beteiligten für die Gestaltung der Gedenkfeier.

 
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