28.12.2018 - 14:57 Uhr
OberpfalzOberpfalz

Der Speck muss weg

Lebkuchen, Gans und Tiramisu: Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch das Fest der Kalorien. Vier Redakteurinnen verraten - mit einem Augenzwinkern - ihre Pläne gegen die Weihnachtspfunde.

Nach den Weihnachtstagen zeigt die Waage oft ein paar Kilo zuviel an.
von Redaktion OnetzProfil
Lucia Seebauer packt nach Weihnachten die Wii aus.

Lucia Seebauer: Spielerisch gegen die Pfunde

In der Oberpfalz können die Weihnachtstage und die Zeit bis zu Silvester schon eine Herausforderung sein. Bratwürste mit Kraut und Kartoffelstampf, die Weihnachtsgans und Plätzchen – all das liegt schwer im Magen und sorgt für ein unangenehmes Völlegefühl. Ein Weihnachtsgeschenk der etwas anderen Art. Am liebsten will man dann den Knopf der Hose gar nicht mehr zu machen. Andererseits hallen schon die guten Vorsätze fürs neue Jahr im Hinterkopf und man denkt an die ruinierte Freibadfigur im Sommer. Zugegeben ich bin ein Sportmuffel. Aber irgendwie muss ich das reichhaltige Essen kompensieren. Seit einigen Jahren packe ich jedes Jahr zwischen den Feiertagen meine alte Nintendo Wii-Fit aus. Sie lässt sich bei jedem Wetter benutzen. Da ist es egal, ob es draußen kalt oder glatt ist. Yoga, Laufen, Tanzen oder Balancespiele vertreiben mir spielerisch die Zeit. Ab und an finde ich sogar jemanden aus der Familie oder dem Bekanntenkreis, der mitmacht. So macht die körperliche Anstrengung gleich mehr Spaß und es haben alle etwas von dem Training. Dann ist das schlechte Gewissen beim nächsten Genuss auch nicht mehr allzu groß.

Beate Luber probiert es mit Trennkost.

Beate Luber: Trennkost mit Resten

Ich weiß, Trennkost ist eher so Neunziger. Aber die sind ja gerade wieder modern. Es geht darum, eiweiß- und kohlenhydrathaltige Lebensmittel beim Essen nicht zu mischen. Ich sage ja immer, das tolle an der Diät ist: Man kann soviel essen, wie man will. Aber nur, wenn man die Regeln beachtet. Heute etwa ist mein Kohlenhydrate-Tag. Hier lassen sich wunderbar die Reste des Weihnachtsfestes verwerten. Christstollen und Plätzchen, die bekanntlich aus Teig, also Kohlenhydrate, bestehen, sind erlaubt – in rohen Mengen. Aber wehe, da schleicht sich eine Tafel Schokolade in den Speiseplan. Dann wird das nichts mit dem Abnehmen. Doch so ein Irrtum passiert selten. Denn ich sage ja immer, das tolle an der Trennkost-Diät ist: Sie ist so einfach. Schokolade enthält keinen Teig, ist logischerweise also eiweißhaltig. Für die Eiweiß-Tage eignen sich dann vor allem die typischen Silvesterspeisen: Marzipanschweinchen, Limettencreme, Gummibärchen, aber auch mal Schokofrüchte – für die extra Portion Vitamine.

Eva-Maria Hinterberger setzt auf Bewegung - in Form von Shopping.

Eva-Maria Hinterberger: Hindernislauf mit Tüten

Schon länger habe ich den Vorsatz, weniger im Internet und dafür mehr in der realen Welt zu shoppen. Jetzt soll mir dieses Vorhaben auch noch helfen, die Weihnachtspfunde wieder loszuwerden. Also: Statt mit einem Mausklick von der Couch aus Dinge zu bestellen, laufe ich künftig durch die Stadt. Da es natürlich dauern wird, bis ich gefunden habe, was mir gefällt, werde ich dabei wohl schon ein paar Kilometer zurücklegen. Dazu kommt: Nach den Feiertagen wird es in Geschäften und auf den Straßen ziemlich voll sein – der direkte Weg also vermutlich unmöglich sein. Ich werde Hindernissen ausweichen und Umwege in Kauf nehmen müssen – noch mehr Bewegung. Irgendwann werde ich von den ganzen Menschen vermutlich wahnsinnig genervt sein und mich furchtbar aufregen. Und Aufregung verbrennt doch bestimmt auch Kalorien, oder?

Mandarinen - damit will Tina Sandmann die Weihnachtspfunde loswerden.

Tina Sandmann: Orange Invasion

Vorsätze sind so eine Sache. Zwei Tage nach Silvester sind sie meist über den Haufen geworfen. Abnehmen? Irgendeine Sucht loswerden? Schwierig. Ich verrate euch einen Trick: Beides verbinden. Abnehmen und die Sucht schüren – klappt super. Wie das gehen soll? Ganz einfach: Mit Mandarinen. Ich bin süchtig nach den Dingern. Kaum gibt es die orangfarbenen Früchte, habe ich schon ein Netz davon gekauft und mache mich darüber her. Im Winter umgibt mich stets ein feiner Geruch von geschälten Mandarinen, gelbe Finger inklusive. Ich brauche kein Mittagessen und kein Abendbrot. Mandarinen reichen völlig. Und sie passen perfekt ins Sportprogramm: Spätestens im Januar wird meine Sucht so schlimm, dass ich die Früchte kistenweise nach Hause schleppe. Treppe rauf, Treppe runter. Eine Kiste nach der anderen. Gut für Bauch, Beine, Po. Selbst beim Schälen nehme ich ab. Es gibt nichts Schrecklicheres als die weiße Mandarinen-Haut. Ich rupfe und zupfe und ziehe, solange bis die Haut weg ist. Manchmal ist die Mittagspause vorbei, bevor ich fertig bin. Das Essen hab ich mir dann gespart. Und das Beste: Mandarinen haben wahnsinnig viel Vitamin C. Sie machen schön, gesund und glücklich.

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