Obertresenfeld bei Vohenstrauß
14.10.2022 - 13:19 Uhr

Maschinengemeinschaft Ober-Untertresenfeld feiert 60-jähriges Bestehen

Was am 9. Oktober 1962 in kleiner Runde im Gasthaus Haberkorn ("Niklhansl") im Vohenstraußer Ortsteil Obertresenfeld begann, hat heute noch Bestand: Damals gründeten einige Pioniere die Maschinengemeinschaft Ober-Untertresenfeld.

Dankbar feierten Gründungsmitglieder mit den Nachfahren das 60-jährige Bestehen der Maschinengemeinschaft Ober-Untertresenfeld. Anhand von vielen Bildern blickten sie dabei zurück an den Beginn dieser nachhaltigen Verbundenheit, die heute noch genauso wichtig ist wie damals. Dem feierlichen Akt ging ein Dankgottesdienst in der Marienkapelle „Mariä Geburt“ mit Pfarrvikar Ronald Liesaus voraus, an dem auch Schirmherr Landrat Andreas Meier und Ehrenschirmherr Bürgermeister Andreas Wutzlhofer teilnahmen.

Den noch lebenden Gründungsmitgliedern Johann Wittmann, Josef Frischholz, Josef Götz (Untertresenfeld) und Herbert Bäumler (Obertresenfeld) wurde bei der Jubiläumsfeier eine besondere Ehre zuteil: Der jetzige Vorsitzende Georg Haberkorn und sein Stellvertreter Josef Kick ernannten sie zu Ehrenmitgliedern.

Wittmann und Bäumler – ehemaliger Stellvertreter und 42 Jahre im Amt – wurde sogar der Ehrenvorsitzenden-Titel verliehen, Josef Götz, der über 30 Jahre lang Schriftführer und Kassier in einem war, wurde Ehrenkassier. Weil Josef Frischholz wegen einer Familienfeier verhindert war, nahm seine Ehefrau Barbara die Würdigung zum Ehrenmitglied entgegen.

Egge und Spritzen als erste Geräte

Nach langen Vorgesprächen hatten die Landwirte der beiden kleinen Ortsteile vor 60 Jahren schon erkannt, wie wichtig der dörfliche Zusammenhalt ist. Bei der Gründungsversammlung mit zehn Mitgliedern fassten die Bauern bereits den Beschluss, erste Maschinen anzuschaffen.

Es waren dies eine „Platz-Zwilling-Feldaufsattelspritze“ mit einem Fassungsvermögen von 300 Litern, eine Doppelscheibenegge DSL 20 sowie eine Rückenspritze Fortuna mit zehn Litern Füllmenge. Weitere Geräte folgten, die bis heute von den Landwirten eingesetzt werden.

Von der Regierung der Oberpfalz erhielt die Gemeinschaft mit Bescheid vom 6. November 1962 sogar eine einmalige Anschaffungsbeihilfe in Höhe von 670 Mark. Johann Wittmann als Initiator stand mit Herbert Bäumler 42 Jahre lang an der Spitze der Gemeinschaft und übergab sie dann bestens bestellt an seine Nachfolger, die der Beständigkeit ebenso nacheifern.

Stark und gut funktionierend

Auch die beiden Schirmherren lobten bei der Feier in der "Zoigl-Lounge" unisono die gut funktionierende Maschinengemeinschaft und deren Stärke. Die Partnerschaft sei eine Gemeinschaft nach klaren Regeln und bestes Beispiel dafür, größer, schlagkräftiger, vielseitiger, unabhängiger und freier für den eigenen Betrieb zu sein.

„Eine Gemeinschaft ist nur so gut wie ihre Mitglieder. Man muss sie hegen und pflegen wie ein rohes Ei“, versicherte Vorsitzender Georg Haberkorn. Bei einem gemeinsamen Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie einem Dämmerschoppen mit Brotzeit lebten die Mitglieder der Maschinengemeinschaft an diesem Festtag auch die Geselligkeit ausgiebig.

Hintergrund:

Maschinengemeinschaft Ober-Untertresenfeld

  • Gründung am 9. Oktober 1962 im Gasthaus Haberkorn (Niklhansl)
  • Gründungsmitglieder: Johann Wittmann, Josef Frischholz, Michael Kindl, Alfred Fritsch, Siegfried Reil, Franz Gmeiner, Herbert Bäumler, Sebastian Kick, Josef Gollwitzer und Georg Haberkorn
Maschinengemeinschaft
Bereits von Weitem war das Schild zur Feier zu erkennen.
 
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