Polizeiverein wird 20

Ohne den Verein "Bürger und Polizei - Partner für Sicherheit" könnte vieles in der Region für die Bevölkerung nicht geschehen.

Polizeichef Martin Zehent klärte die Besucher beim Bauernmarkt in Vohenstrauß unter anderem zum Thema "Das Auto ist kein Safe" auf und stieß damit auf reges Interesse.
von Elisabeth DobmayerProfil

Der Verein „Bürger und Polizei – Partner für Sicherheit“ darf für sich ein absolutes Alleinstellungsmerkmal beanspruchen. Das wurde auch bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wieder deutlich herausgestellt. Viele Aktionen im Dienstbereich der Polizei könnten nicht umgesetzt werden, gäbe es den Verein nicht. Heuer besteht die Gemeinschaft seit 20 Jahren. Ob dieses Jubiläum gefeiert wird, soll erst noch in einer der nächsten Vorstandssitzungen entschieden werden. Als jüngstes Vereinsmitglied durfte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer als Vorsitzender in der „Zoigl-Lounge“ in Obertresenfeld Wirt Martin Baier unter den 32 Anwesenden begrüßen.

Wutzlhofer erinnerte an den Bauernmarkt mit autofreier Spielstadt, bei dem sich der Verein mit dem Stand unter dem Motto „Blindflug“ und „Das Auto ist kein Safe“ einbrachte. „Der Polizei-Infostand mit Live-Vorführung war eine absolute Bereicherung.“ Die Marktgemeinde Eslarn erhielt einen Zuschuss für die sogenannten „Nizzasteine“, die als tonnenschwere Barrieren gegen heranrasende Lkw schützen sollen. Die Kindergartenkinder im Dienststellenbereich wurden mit Warnwesten ausgestattet. Ein Erlebnis sei jedes Jahr der Motorradgottesdienst mit Dekan Roman Gerl aus Regensburg und der Gruppe „Exit“ auf dem Kreuzbergplateau in Pleystein, der heuer auf Sonntag, 21. Juli, terminiert wurde.

Die Priener Sicherheitsgemeinschaft, mit der man eine Freundschaft pflegt, feierte im vergangenen Jahr das 25-jährige Bestehen und war zu Besuch in Vohenstrauß. Immerhin ist in der Dienststelle ein „Priener Platzl“ mit allen Erinnerungen dieser vergangenen Zeit eingerichtet. Ohne den Zuschuss des Polizeivereins kämen die Vorschulkinder in der Region auch nicht in den Genuss der Polizeipuppenbühne Weiden. Welchen großartigen erzieherischen Wert die Vorstellung für die angehenden Schulkinder hat, hob Erster Polizeihauptkommissar Martin Zehent als Vohenstraußer Dienststellenleiter gesondert heraus. Dank des Verkehrserziehers Jakob Stahl wurden auf diese Weise 250 Kinder vorbildlich geschult. Die Aktion „Houst a Hirn“ errege mittlerweile sogar im Innenministerium Aufsehen. Erste Gespräche finden bereits statt, um die Möglichkeit abzutasten, diese lehrreiche Aktion eventuell sogar bayernweit zu übernehmen, informierte Zehent. Die vom Verein gesponserten Temposys-Geräte werden von den Gemeinden gerne als Verkehrskontrolle genutzt.

Kassier Daniel Illing aus Eslarn dankte in seinem Rechenschaftsbericht der Weidener Staatsanwaltschaft für die Bußgeldzuweisungen, die beim Verein bestens angelegt sind. Zu einem sehr erfolgreichen Vereinsjahr gratulierte Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger in seinem Grußwort. Dadurch werde deutlich, wie tief verwurzelt die Polizeibeamten in der Bevölkerung und den Kommunen sind. Vor allem zeige es auch das Vertrauen der Bevölkerung in „ihre“ Polizei. „Die Bindung zur Polizeiinspektion und den örtlichen Polizeibeamten ist sehr, sehr groß“. Ob es die Geschwindigkeitsmessgeräte sind oder Aktionen wie die Polizeipuppenbühne mit Stücken für Kinder und Senioren, all das sind wichtige Einrichtungen, die unheimlich Wertvolles in Sachen Prävention leisten. Dadurch werden nicht zuletzt auch den Senioren die Gefahren des Alltags wie zum Beispiel bei Haustürgeschäften aufgezeigt. Für ihn als Stimmkreisabgeordneten sind es viele Themen im Zusammenhang mit der Polizei, die ihn bewegen. Angefangen von der neuen Ausstattung mit Einsatzgerätschaften wie die neue Dienstwaffe oder auch das Thema der personellen Struktur, an der er nah dran sei und die er kontinuierlich begleite. Für das Engagement für den Verein dankte der Landtagsabgeordnete allen, insbesondere dem Vorsitzenden und dem Polizeichef.

Erster Polizeihauptkommissar Martin Zehent.
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