Oberviechtach
20.02.2022 - 15:54 Uhr

Abschied von Oberviechtacher Hausärztin Christiana Anzinger-Najjar

Beim Requiem in der Stadtpfarrkirche Oberviechtach nehmen Familie, Freunde und Patienten sehr zahlreich Abschied von Christiana Anzinger-Najjar.

Neben dem Bildnis der Verstorbenen stand die von den Enkelkindern bemalte Urne im Mittelpunkt des Trauergottesdienstes in der Stadtpfarrkirche in Oberviechtach. Bild: lg
Neben dem Bildnis der Verstorbenen stand die von den Enkelkindern bemalte Urne im Mittelpunkt des Trauergottesdienstes in der Stadtpfarrkirche in Oberviechtach.

"Abschied und Dank" stellte der in Oberviechtach gebürtige Dekan Alexander Hösl in den Mittelpunkt seiner Trauerrede, als er in Konzelebration mit Pfarrer Franz Pfeffer aus Kehlheim-Affecking den Abschiedsgottesdienst für die im Alter von 64 Jahren verstorbene Ärztin Dr. Christiana Anzinger-Najjar gestaltete. Wie beliebt und geschätzt die Verstorbene in Oberviechtach gewesen ist, das konnten der Gatte und die beiden Kinder Johannes und Susi mit der gesamten Familie am Samstagnachmittag beim Requiem in der Stadtpfarrkirche erleben. Hier hatte sich eine große Trauergemeinde eingefunden.

"Wir wollen uns hier nicht mit schönen Floskeln über die Situation hinwegtäuschen", bekannte Dekan Hösl in Anbetracht der tiefen Trauer von Familie und Freunden. Trotz der Diagnose ihrer unheilbaren Krankheit habe die Ehefrau und Mutter mit einer positiven Einstellung ihrer Familie Kraft geschenkt.

Freude bereiteten ihr besonders die drei Enkelkinder, die zum Abschied die vor dem Altar aufgestellte Urne bemalt hatten. In einer sehr persönlich gehaltenen Trauerrede zeichnete Alexander Hösl den Lebensweg der Verstorbenen nach, die zusammen mit ihrem Gatten Khalil eine in Oberviechtach breitest angenommene Gemeinschaftspraxis betrieben hat und 1988 die Eisenbarth-Stadt zusammen mit ihrer Familie zum Lebensmittelpunkt erwählt hatte. Neben den erfüllten gemeinsamen Jahren im Kreis der Familie würdigte der Geistliche die Verstorbene als "einfühlsame, liebevolle Ärztin mit einer sensiblen Antenne für ihre Patienten".

Naturheilverein mitbegründet

Diese Seite hob auch Dr. Constantin Held als Sprecher der Ärzteschaft hervor, der auch auf ihre strukturierte und pflichterfüllte Berufsausübung blendete und ihren beruflichen Werdegang vorstellte. Die Verstorbene war auch Mitbegründerin des Naturheilvereins in Oberviechtach und half in der Pallicura GmbH den Schwerstkranken im Landkreis Schwandorf.

Pferdesportverein dankt

Für ihr langjähriges Engagement im Pferdesportverein Oberviechtach dankte ihr dessen Vorsitzender Christian Schönberger. Viele Jahre leitete sie selbstlos und uneigennützig diesen Verein und ging hierbei auch Krisen und Herausforderungen nicht aus dem Weg. "Der Pferdesportverein ist untrennbar mit Christiana verbunden", bekräftigte Schönberger.

"Tears in Heaven" von Eric Clapton sang Romy Börner, die zusammen mit Anton Lautenschlager (Orgel, Klavier) den gesamten Trauergottesdienst in der Stadtpfarrkirche auf einfühlsame Weise musikalisch begleitete. Die Beisetzung findet im engsten Familien- und Freundeskreis in Kelheim statt.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.