11.05.2022 - 11:09 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Die AWO ist für Michael Welnhofer eine Herzenssache

"Unser Symbol ist das Herz, das Motto ist Helfen mit Herz", betont Michael Welnhofer. Er lebt dieses Motto. Voller Elan managt er den Ortsverein, der nun Jubiläum feiert.

von Elfriede WeißProfil

Vor 75 Jahren, am 17. Mai 1947, wurde der Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gegründet. Am 22. Mai wird in einer Jubiläumsfeier an die Anfänge und die Entwicklung des Wohlfahrtsverbandes erinnert.

Michael Welnhofer ist seit dem Jahr 2020 Vorsitzender. Er hat das Amt von Wilfried Neuber übernommen. "Wilfried Neuber hat seit dem Jahr 1978 der AWO einen unvergleichlichen Stempel aufgedrückt", betont Welnhofer im Gespräch mit Oberpfalzmedien. "Mit einer engagierten Mannschaft konnte er viel bewegen."

Steigende Mitgliederzahlen

Muttertags- und Adventsfeiern, Ausflüge und Informationsveranstaltungen waren Zugpferde. Die Zahl der Mitglieder hat sich von 69 im Jahr 1979 auf 137 im Jahr 1981 und 182 zehn Jahre später deutlich gesteigert.

"Die Zielsetzung hat sich seit der Gründung des Ortsverbandes vor 75 Jahren doch deutlich verändert", macht Welnhofer in Beispielen deutlich. Standen in den 1950er Jahren die Verteilung von Care-Paketen, die Unterstützung kinderreicher Familien und Flüchtlingsfamilien, das Anlernen der Frauen in Nähstuben zum Herstellen günstiger Kleidung im Mittelpunkt, so sind die heutigen Angebote für Kinder, Erwachsene und Senioren vielfältig und mehr auf Freizeitgestaltung und Geselligkeit ausgerichtet.

Der Wohltätigkeitsaspekt wird jedoch nach wie vor auch hoch gehalten, besonders bei den jährlichen Sammlungen. Faschingskranzl, Hutscha-Nachmittage, Ü50-Café, Kinderfasching, Ostereiersuche, Ukraine-Hilfe und Ausflüge bieten für die Mitglieder und die gesamte Bevölkerung ein abwechslungsreiches Programm.

Eine Erfolgsgeschichte

"Höhepunkt im Aufstieg des Vereinslebens war der erste Auftritt der Garde Grün-Weiß am 11. November 1993", freut sich Welnhofer, der auch Präsident der Garde ist. "Eine Erfolgsgeschichte begann und machte die Stadt weit über ihre Grenzen hinaus bekannt". Drei Jahre später folgte die Gründung des AWO-Jugendwerks. "Eine echte Bereicherung", wie Marion Dietz, langjährige frühere Vizepräsidentin, einwirft. Dietz betreibt seit 1999 die AWO-Spielkiste und betont: "Das gemeinsame Spielen, Singen, Basteln und Turnen gefällt den Kindern, und die Mütter können sich zum Gedankenaustausch treffen." Juane Demleitner, Ansprechpartnerin und Organisatorin der Ü50-Cafés, freut sich immer auf die monatlichen Veranstaltungen mit vielen Gästen und meint: "Die Zufriedenheit unserer Besucher spornt einen immer wieder an."

Aufschwung hat der Ortsverband durch das mit viel Eigenleistung gebaute Mehrgenerationenhaus, das allen Altersstufen als Trainingsraum und Veranstaltungsort dient, bekommen. Klar, dass hier auch die Jubiläumsfeier mit Ehrungen am Sonntag, 22. Mai, um 14 Uhr über die Bühne geht. Für die Bewirtung ist gesorgt. Der Feier geht um 9 Uhr ein Gedenkgottesdienst für verstorbene Mitglieder in der Stadtpfarrkirche voraus.

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