22.06.2021 - 10:22 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Bau-Sommer kündigt sich in Oberviechtach an

In Oberviechtach scheint die Baukonjunktur in Schwung zu bleiben. Sechs Vorhaben – von Lagerhalle über Wohnhaus bis Carport – hat der Bauausschuss genehmigt. Alle Anträge sind einstimmig über den Ratstisch gegangen.

Ein Baukran streckt sich über den den Rohbau eins Wohnhauses. Der Oberviechtacher Bauausschuss hat einige Anträge für verschiedene Bauvorhaben genehmigt.
von Christof FröhlichProfil

Bei der Zusammenkunft der Bauausschuss-Mitglieder in der Mensa der Doktor-Eisenbarth-Schule war über sechs Baugesuche abzustimmen. Dies wertete Bürgermeister Rudolf Teplitzky als Beleg dafür, dass sich die Menschen im Stadtgebiet wohlfühlen und durch Baumaßnahmen hier ihre weitere Zukunft planen.

Ein Bauwerber aus Pullenried plant den Neubau eines Hauses mit zwei Wohneinheiten und beantragte dazu zwei Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans. Dieser möchte auch den Abbruch eines Bestandsgebäudes vornehmen und eine Lagerhalle in einer Größe von 44 mal 11,50 Meter auf einem bereits erschlossenen Baugrundstück errichten. Es wurde darauf hingewiesen, dass in den Kanal lediglich Schmutzwasser eingeleitet werden darf.

Eine örtliche Immobilien-Firma plant im Industriegebiet West einen Anbau mit den Maßen von 5,45 Meter Länge und 3,95 Meter Breite. Die Abstandsflächen des neuen Anbaus überdecken sich zwar mit denen des Bürogebäudes, nachdem davon allerdings ausschließlich das Grundstück des Bauwerbers betroffen sei, wurde einer Abweichung zugestimmt. Ein östlich gelegener öffentlicher Weg werde durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt.

Ein weiterer Bauantrag befasste sich mit der Errichtung einer Wohnbebauung am Rand des Ortsteils Lind. Wie in der Sitzung zu vernehmen war, wolle die Stadt Oberviechtach grundsätzlich auch in den Ortsteilen die Möglichkeit der baulichen Entwicklung anbieten. Nur durch die Ansiedlung junger Familien könne das soziale Leben und das Gefüge in den Dörfern erhalten bleiben. Das geplante Projekt werde nicht fernab jeglicher Bebauung errichtet, sondern würde eine bereits vorhandene Bauzeile fortsetzen.

Da derzeit keine städtischen Bauplätze in den Ortsteilen angeboten werden, müsse die bauliche Entwicklung über solche Privatgrundstücke erfolgen. In den Sitzungsunterlagen wurde darauf verwiesen, dass die wegemäßige Erschließung durch die Ortsstraße in Lind gegeben ist. Allerdings reichen Wasser- und Kanalleitungen nicht bis an das vorgesehene Baugrundstück heran. Um die Erschließung zur öffentlichen Wasserversorgung und Entwässerungseinrichtung sicherzustellen, ist der Abschluss einer Sondervereinbarung nötig.

Das Grundstück befindet sich im Außenbereich und ist im Flächennutzungsplan als Fläche für die Landwirtschaft dargestellt. Da durch das Projekt keine öffentlichen Belange beeinträchtigt werden, stufte die Verwaltung eine Zulässigkeit als "sonstiges Vorhaben" ein. Der Bauausschuss beschloss, dem Antrag auf Vorbescheid das Einvernehmen zu erteilen. Einziger Vorbehalt: Mit dem Bauwerber sind Sondervereinbarungen zum Anschluss ans Wasser- und Kanalnetz abzuschließen.

Grünes Licht gab es aus dem Gremium auch für den Antrag zum Bau eines Carports an einem Wohnhaus in Oberviechtach. Wegen der geplanten Größe von 5,50 mal 4 Metern wäre das Vorhaben eigentlich verfahrensfrei, allerdings entsprechen die überbaubaren Grundstücksflächen sowie die Dachform nicht dem Bebauungsplan "Sandradl 2". Allerdings sah das Gremium die Abweichung als städtebaulich vertretbar an, und auch nachbarschaftliche Interessen würden nicht tangiert. Als "passend zur Umgebungsbebauung" wurde die Errichtung eines vorgelagerten Balkons im Dachgeschoss eines Wohnhauses im Stadtgebiet eingestuft.

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