27.07.2021 - 16:15 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Bauausschuss lobt Fassaden-Gestaltung in Oberviechtacher Altstadt

Beim neuen Archiv und im Kern der Oberviechtacher Altstadt fallen beim Spaziergang neugestaltete Fassaden auf. Bürgermeister und Bauausschuss loben die gelungenen Maßnahmen, und auch das Urteil des städtebaulichen Beraters ist eindeutig.

Als "Aufwertung für das Stadtbild" wird der neugestaltete Giebel des Massivstadels im Mühlweg (helle Fassade) gewertet. Er schaffe einen reizvollen Kontrast zum Neubau des Stadtarchivs (Glasfassade rechts).
von Christof FröhlichProfil

Für zwei Maßnahmen im Stadtkern von Oberviechtach lag in der Sitzung des Bauausschuss die Abschlussbewertung für das Kommunale Förderprogramm auf dem Tisch. Zunächst ging es um das Anwesen Mühlweg 5, bei dem eine Fassadenerneuerung am Giebel eines Massivstadels vorgenommen wurde. Dieser liegt in unmittelbarer Nähe zum neuen Archiv. Was dabei herausgekommen ist, wurde als "erfreulich" bezeichnet. Mit traditioneller Baugestaltung und relativ einfachen Gestaltungsmitteln sei ein reizvoller Kontrast zum Stadtarchiv geschaffen worden.

Ein Lob gab's auch für die Arbeiten am Anwesen Sailergasse 6. Neben Modernisierungsmaßnahmen wurde hier zur Erhöhung des Wohnwerts in eine neue Fassadengestaltung investiert. Durch die ruhige Farbwahl mit ortstypisch gegliederter Farbigkeit sei die kontrastfarbige Gestaltung einer vorhandenen Loggia abgelöst und eine Verbesserung des Stadtbilds erreicht worden.

Grünes Licht für Förderantrag

In seiner Abschlussbewertung beider Maßnahmen stellte der städtebauliche Berater Siegi Wild fest, dass beide Fassadensanierungen laut den Vorgaben ausgeführt wurden. Insgesamt sei "eine Aufwertung des Stadtbilds" erreicht worden. Der Förderantrag für einen Zuschuss für beide Anwesen konnte befürwortet werden. Durch das Gremium sind beide Sanierungsmaßnahmen als positiv bewertet worden.

Auf Einsparpotenzial bei der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet wies Wolfgang Dumm, Kommunalbetreuer der Bayernwerk Netz GmbH, das Gremium hin. Durch eine Umrüstung auf LED-Technik könnten die Kosten von rund 56 000 Euro jährlich auf 21 300 Euro reduziert werden. Eine Umrüstung biete sich an, da im kommenden Jahr turnusgemäß eine Überprüfung der Straßenbeleuchtung ansteht.

Laut des Bayernwerk-Vertreters sind zwei Varianten möglich: der Austausch der gesamten Leuchtkörper, der auch durch Fördermittel subventioniert würde, oder der Austausch der Leuchtmittel, wofür es keinen Zuschuss gebe. Im weiteren Verlauf zeigte Wolfgang Dumm die verschiedenen Leuchtentypen, ihre Kosten und deren Vor- und Nachteile auf. Zu rechnen sei mit einem Kostenaufwand von etwa 300 000 Euro, der sich durch die Einsparungen in etwa acht Jahren amortisieren werde. Der Ausschuss entschied, einen Fachplaner zu beauftragen, ein Angebot einzuholen und die nötigen Förderantrage zu stellen. Erst dann solle der erforderliche Beschluss für eine mögliche Umrüstung auf eine LED-Straßenbeleuchtung gefasst werden.

Grünes Licht für Bauanträge

Außerdem hatte das Gremium noch eine ganze Palette an Bauanträgen zu behandeln. Genehmigt wurden: Bau eines Wohngebäudes mit Haupt- und Nebengebäude in Pullenried; Bau eines Wohnhauses auf einem bereits bebauten Grundstück in der Nunzenrieder Straße; Nutzungsänderung eines Kellerraums in einen Schulungsraum für eine Fahrschule in Oberviechtach; Einbau von drei Dachgauben an einem Haus in der Bürgermeister-Fuhrmann-Straße; Ausbau Dachgeschoss und Errichtung von zwei Schleppgauben an einem Anwesen in der Kardinal-Bengsch-Straß; Nutzungsänderung im Kellergeschoss für eine gewerbliche Nutzung (Online-, Groß- und Einzelhandel mit Befestigungstechnik, Beschlägen, Werkzeugen und Kleinmaschinen) in einem Haus in Eigelsberg.

Von einem Grundstücksbesitzer aus Pullenried lag der Antrag zur Fällung eines Bergahorn auf seinem Grundstück vor. Der Baum stehe direkt an der Grundstücksgrenze zu einem Biergarten und Spielplatz. Wie der Antragsteller ausführte, weise der Stamm Fäulnis auf und es trete Wasser aus dem Baum aus. Das Gremium stimmte der Fällung zu, machte aber die Auflage einer Neupflanzung.

Tekturplan abgelehnt

Abgelehnt wurde ein Tekturantrag zu einem bereits 2019 genehmigten Ersatzneubau in der Sailergasse in Oberviechtach. Bei einer Überprüfung habe sich herausgestellt, dass bereits Arbeiten ausgeführt wurden, die weder im Ursprungsplan noch in der Tektur enthalten seien. Sollten noch taugliche Unterlagen seitens des Bauherrn nachgereicht werden, sei die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens weiterhin möglich.

Grünes Licht gab es noch für den Neubau eines Lagergebäudes in der Grenzlandkaserne. Das Gebäude wird einmal als Lager- und Wartungsraum sowie für Technik- und Sanitärräume genutzt. Das Projekt wurde vom Gremium als Signal für einen weiteren Erhalt des Bundeswehrstandortes gewertet.

Bericht über den Einzug der Unterlagen im neuen Oberviechtacher Stadtarchiv

Oberviechtach
Bayernwerk-Regionalbetreuer Wolfgang Dumm verdeutlichte das mögliche Einsparpotenzial bei einer technischen Umrüstung der Straßenbeleuchtung.

"Es ist eine Aufwertung des Stadtbildes erreicht worden."

Städtebaulicher Berater Siegi Wild über die Fassadensanierungen

 

 

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