20.05.2020 - 12:54 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Bauausschuss-Sitzung unter freiem Himmel

Eilanträge, Maßnahmen zur Verbesserung der Straßen und die Baumverordnung: Die erste Sitzung des Bauausschusses ist von zahlreichen Themen geprägt.

Im Zuge der Baumaßnahmen der GVS Mitterlangau-Pirk einigte sich das Gremium um Bürgermeister Teplitzky (links), die Zufahrt zum Anwesen Scheuerer gleich mit zu teeren. Der Unterbau wird vom Grundstückseigentümer erledigt.
von Udo WeißProfil

Die erste Sitzung des Bauausschusses in der Wahlperiode 2020 bis 2026 fand als "Open-Air-Veranstaltung" statt, wie Bürgermeister Rudolf Teplitzky im Hinterhof des Rathauses betonte. Neben den neuen Mitgliedern des Gremiums begrüßte er besonders Bauingenieur Stefan Pronold, Baureferatsleiter Andreas Mandl und Maria Scherr.

Es standen nur Tagesordnungspunkte in Verbindung mit Ortsbesichtigungen auf dem Programm. An Informationen gab der Bürgermeister die Eilentscheidungen über Anträge bekannt, die bereits im März und April bei der Stadt eingegangen sind. Da Corona-bedingt keine Sitzungen abgehalten werden konnten, wurden diese per Eilentscheidung ans Landratsamt weitergeleitet (siehe Infokasten).

Zur ersten Besichtigung fuhren die Räte zur Dorfkapelle in Mitterlangau. Im Zuge des Ausbaus der Gemeindeverbindungsstraße Mitterlangau-Pirk stellte sich die Frage, ob die kleine Straße vor der Kapelle saniert werden solle. Als Anwohner äußerte sich Christian Scheuerer dahingehend, dass diese alte Straße erhalten bleiben solle, da sie den Schulkindern als Zuweg zum Bushäuschen diene und auch als Zufahrt für die Eon. Pflegemaßnahmen wie Kehren und Schneeräumen würden von der Dorfgemeinschaft übernommen. Geschlossen stimmten die Räte für das Aufbringen einer Deckschicht.

Längere Diskussion

Ebenso einstimmig wurde die Anfrage von Christian Scheuerer befürwortet, der die Zufahrt zu seinem Grundstück im Zuge der Straßenbaumaßnahmen geteert haben möchte. Den Unterbau erledige er selber, das Teeren übernimmt die Stadt. Eine längere Diskussion gab es in Pullenried bei der hinteren Zufahrt zur Firma Becher Metallbau. Die Straße wurde 2017 im Zuge der Kanalbaumaßnahmen neu geteert, allerdings nicht bis zur Zufahrt zur Firma. Etwa 100 Meter sind gut befahrbar, aber nicht mehr geteert.

Da ein Anwohner demnächst Teerarbeiten erledigt, wurde der Antrag auf vollständige Teerung der Straße durch die Firma gestellt. Da die Maßnahme finanziell doch höher ausfallen würde, wie Bauingenieur Pronold ausführte, diskutierten die Mitglieder des Bauausschusses über die Priorität. Angesichts des zu erwartenden klammen Haushalts der Kommune wegen der Coronakrise sehe man sich gezwungen, vorrangig Straßen mit viel Verkehr oder im Falle der Erneuerung von Wasser und Kanal zu sanieren. Deshalb wurde der Antrag einstimmig abgelehnt.

Bäume als Gefahr

Aufgrund der Vorsprachen des städtischen Bauhofleiters Hubert Hammerer wurde ein Antrag zur Entfernung von zwei Ahornbäumen an der Kreuzung Am Schlosserfeld/Wolfgrubenweg gestellt. Die beiden Bäume weisen bereits im unteren Bereich große Stellen mit Pilzwachstum und weitere kleinere Stellen mit Weißfäule auf. Es wird befürchtet, dass die Bäume in ihrer Standfestigkeit nicht mehr sicher sind und eine Gefahr für den Straßenverkehr und die Wohnhäuser darstellen.

Nach Prüfung durch die Firma Färber aus Teunz empfahl diese, die Baumkrone zu kürzen und eine Kronensicherung einzubauen. Diese muss jährlich und nach jedem Unwetter kontrolliert werden. Da dies zu dauerhaften Kosten führen würde, stimmten die Räte geschlossen dafür, die beiden Bäume zu fällen und eine Ersatzpflanzung vorzunehmen.

Hintergrund:

Eilentscheidungen des Bürgermeisters

Zahlreiche Eilentscheidungen durch den Bürgermeister wurden an das Landratsamt weitergeleitet. Das betraf zunächst den Antrag auf Bauvorentscheid für ein Wohnhaus in Obermurach in der Nähe zu Niesaß. Ein Bürger beantragte eine Genehmigung zum Anbau einer landwirtschaftlichen Bergehalle an das bestehende Wirtschaftsgebäude in Pirkhof. Ein Betriebsleiterwohnhaus soll in Mitterlangau entstehen. Ein weiterer Antrag ging um die Nutzungsänderung von zwei Läden in zwei Wohnungen in der Eigelsberger Straße in Oberviechtach. Weitere Eilentscheidungen betrafen die baurechtliche Genehmigung für den Ausbau des Dachgeschosses und die Errichtung von zwei Schleppdachgauben auf einem Haus in der Watzlikstraßem, den Abbruch und Neubau eines bestehenden Garagengebäudes in Nunzenried sowie den Abbruch und Neubau von Lagerhallen und einer Werkstatt im Hütgraben in Oberviechtach. Schließlich wurde noch der Antrag auf Errichtung eines Springplatzes mit Dressurplatz, einer Geländestrecke für Vielseitigkeit und einem überdachten Longierzirkel an das Landratsamt weitergeleitet. Der Bauausschuss stellte das Einvernehmen her. (

Die zwei Ahornbäume an der Kreuzung „Am Schlosserfeld/Wolfgrubenweg“, die wegen nachgewiesenem Pilzbefall und Weißfäule in ihrer Standsicherheit gefährdet sind, werden entfernt. Eine Ersatzpflanzung ist geplant.
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