24.01.2019 - 16:47 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Chancen durch gute Konjunktur

Vor 20 Jahren sind die Berufsaussichten in der Region ganz anders gewesen. Die Redner bei der Abiturmesse "Academicus Live" stellen einen frappanten Wechsel fest, der auch in der Präsentation der 80 Aussteller zum Ausdruck kommt.

von Georg LangProfil

Ein "Spiegelbild" der guten Wirtschaftslage in den Landkreisen Cham und Schwandorf sah Chams Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler in der Ausstellung von "Academicus Live" in der Sporthalle des Ortenburg-Gymnasiums. An 80 Ständen von Unternehmen, Behörden, Hochschulen, Institutionen und Verbänden konnten sich die Jugendlichen und ihre Eltern über Studien- und Berufsperspektiven informieren.

Schulleiter Ludwig Pfeiffer verwies auf die zehnte Auflage dieser Abiturmesse, die im Wechsel zwischen Oberviechtach und den Gymnasien im Landkreis Cham stattfindet. Er freute sich über die gewaltige Resonanz bei den Schulen, selbst aus Niederbayern und der nördlichen Oberpfalz waren Busse gekommen. Neben der Ausstellungsmesse gab es in mehr als 50 Vorträgen auch Infos über Berufsbilder, Studiengänge und Unternehmensporträts.

"Von Schülern für Schüler!" lautete das Schlagwort von Schulleiter Pfeiffer, der damit die intensive Einbindung der Oberstufenschüler bei Planung und Organisation der Messe hervorhob. Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien der Oberpfalz, Franz Xaver Huber, lobte dieses Engagement, das unter anderem in dem Projektseminar "Event-Management" eine institutionelle Verankerung erfahren habe. "Die Schulen sind längst kein Elfenbeinturm mehr und haben sich geöffnet!", erklärte Huber und wertete die Ausstellung als Beweis für eine intensive Zusammenarbeit der Schulen mit Wirtschaft und gesellschaftlichen Institutionen. Wie der Ministerialbeauftragte so zog auch Landrat Thomas Ebeling einen Vergleich mit früher, als es derartige Angebote der Studien- und Berufsorientierung vor Ort noch nicht üblich waren.

"In unseren Landkreisen gibt es heute hochwertige akademische Arbeitsplätze!", zeigte Landrat Franz Löffler die Entwicklung in den zurückliegenden 20 Jahren auf. Jugendliche könnten deshalb nach ihrem Studium wieder in die Heimat zurückkehren, wo eine boomende Wirtschaft nach Arbeitskräften suche. Die Unternehmen platzierten hochwertige Produkte auf dem Weltmarkt trotz einer gewaltigen Konkurrenz, insbesondere auch China, das eine "neue Seidenstraße" plane. Der Leiter der Arbeitsagentur Schwandorf, Markus Nitsch, eröffnete sein Grußwort mit einer Anekdote über Max Planck, mit der die permanente Bewegung bei Forschung und Bildung belegt wurde. Bei der Abimesse könnten sich die Jugendlichen über berufliche Ausrichtungen ein Bild verschaffen. Leidenschaft zum Beruf, Geld verdienen, Zusammenarbeit mit Menschen und Mitarbeiterzufriedenheit nannte er als Kriterien, über die man sich bei der Berufsentscheidung Gedanken machen müsse.

IHK-Geschäftsführer Richard Brunner lobte die hochwertigen Arbeitsplätze in beiden Landkreisen und die Unternehmen, die "heute schon auf der künftigen Seidenstraße Produkte in die Welt liefern". "Nutzt die Chancen, die dieser Tag bietet!", lautete sein Aufruf an die Schüler, die zusammen mit Lehrern und Eltern die Ausstellungshalle in Beschlag genommen hatten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.