Oberviechtach
15.06.2018 - 10:47 Uhr

Dreck geschluckt für einen guten Zweck

Die Bezeichnung "Steinbeißer-Lauf" lässt schon erahnen, was auf die Teilnehmer des Geländelaufs zukommt. Der sportliche Einsatz von Soldaten der gesamten Panzerbrigade 12 nützt aber auch einer regionalen Hilfsorganisation.

Die geschäftsführende Verlegerin der Oberpfalz-Medien, Viola Vogelsang-Reichl, bekam als Botschafterin der Aktion ""Lichtblicke" von Oberstleutnant Christoph Huber den Spendenscheck überreicht. Kompaniechef Hauptmann Ingolf Strüdinger (rechts) und Stabsfeldwebel Lars Piller (links) unterstützten die Aktion. lg
Die geschäftsführende Verlegerin der Oberpfalz-Medien, Viola Vogelsang-Reichl, bekam als Botschafterin der Aktion ""Lichtblicke" von Oberstleutnant Christoph Huber den Spendenscheck überreicht. Kompaniechef Hauptmann Ingolf Strüdinger (rechts) und Stabsfeldwebel Lars Piller (links) unterstützten die Aktion.

(lg) „Den ersten Platz haben wir von ,Lichtblicke’ bekommen“, sagte die geschäftsführende Verlegerin von Oberpfalz-Medien, Viola Vogelsang-Reichl, als sie aus der Hand von Oberstleutnant Christoph Huber den Spendenscheck in Höhe von 1600 Euro in Empfang nahm. Die Soldaten hatten sich entschlossen, den Erlös ihres Hindernislaufs für die Hilfsaktion „Lichtblicke“ zu spenden, als deren Botschafterin Viola Vogelsang-Reichl zur Siegerehrung in die Grenzlandkaserne gekommen war.

Schlammlöcher und Teich

Als „Steinbeißer-Lauf“ hatten die veranstaltenden Soldaten der 2. Kompanie unter Hauptmann Ingolf Strüdinger diesen nicht alltäglichen Geländelauf im Rahmen der Sportwoche angekündigt und damit schon signalisiert, dass es kein Spaziergang werden würde. „Ich bin gefordert worden, habe Dreck geschluckt“, gestand der Bataillonskommandeur, als er bei der Schecküberreichung auf die zu bewältigenden sieben Kilometer zurückblendete. Es gab Schlammlöcher, Hindernisse, Rutschen und einen Teich zu überwinden. In einem zu passierenden dunklen Keller warteten auf die Teilnehmer besondere Überraschungen. „Aber es hat Spaß gemacht!“ – Da waren sich die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 einig, die alle mitgemacht haben.

Vom Spieß heißgemacht

Neben den Oberviechtacher Soldaten ließen sich auch über 100 externe Teilnehmer von den übrigen Standorten der Panzerbrigade 12 diesen „Bärenspaß“ nicht entgehen. Aus Regen, Freyung, Bogen, Pfreimd und Roding waren Läufer in die Grenzlandkaserne gekommen. Der Spieß der 2. Kompanie, Stabsfeldwebel Lars Piller, hatte im Vorfeld alle für den Lauf heiß gemacht, zumal dieser im zurückliegenden Jahr wegen des Einsatzes in Litauen ausgefallen war. Anstelle einer Startgebühr gab es die Möglichkeit zu freiwilligen Spenden, die sich insgesamt auf 1600 Euro beliefen. „Der Erlös ist für Menschen dieser Region, wo wir Soldaten mitten drin leben und daheim sind“, erklärte Oberstleutnant Huber bei der Spendenübergabe an Viola Vogelsang-Reichl. Diese betonte, dass kein Cent der Spendengelder verloren gehe. Ziel von „Lichtblicke“ sei die unbürokratische Hilfe in Fällen, wo alle anderen Quellen ausgeschöpft sind.

Die Organisation unterstützt seit 1996 unter der Schirmherrschaft von Elisabeth Wittmann kinderreiche Familien, alleinerziehende Mütter, kranke Kinder, ältere Mitbürger, Behinderte und Unfallopfer. Gegründet wurde die Hilfsaktion „Lichtblicke“ übrigens in den neunziger Jahren, als die Neustädter NT-Redaktion nach einem schlimmen Unfall im Einzugsgebiet der Tageszeitung diesen Handlungsbedarf erkannte.




Hochmotivierter Einsatz beim Hindernislauf der "Steinbeißer". exb
Hochmotivierter Einsatz beim Hindernislauf der "Steinbeißer".
 
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