(lg) Sie waren bereits Schüler am Ortenburg-Gymnasium und zählen zu den ersten Abiturjahrgängen. Mit Josef Biebl, Ludwig Schießl und Ulrich Wohlgemuth verlassen drei Lehrkräfte das Ortenburg-Gymnasium, die nach Studium und Referendariat zeitnah an ihre einstige Schule zurückkehrten und mehr als drei Jahrzehnte dort unterrichteten.
Schulleiter Ludwig Pfeiffer, der Personalrat und Elternbeiratsvorsitzender Hans Steinsdorfer verabschiedeten die verdienten Lehrer, die mit Führungsaufgaben am Ortenburg-Gymnasium betraut waren: Josef Biebl als Fachbetreuer für Mathematik und Physik, Ludwig Schießl als Fachbetreuer für Englisch und Ulrich Wohlgemuth als Mitarbeiter in der Schulleitung. Schulleiter Ludwig Pfeiffer dankte den drei "Urgesteinen", die das Ortenburg-Gymnasium nachhaltig geprägt hätten. Bevor Studiendirektor Josef Biebl Fachbetreuer für Physik und später Mathematik wurde, war er bei der Einführung der Digitalisierung am Ortenburg-Gymnasium führend.
Systembetreuer
Als Beauftragter für die Informationstechnische Grundbildung betreute er nicht nur Schüler und Kollegen, sondern brachte bei Fortbildungsveranstaltungen auch interessierten Eltern den Personalcomputer und das Internet nahe. Ludwig Pfeiffer würdigte auch Biebls politisches Engagement als Stadt- und Kreisrat sowie als 2. Bürgermeister von Oberviechtach. Besondere Verdienste erwarb er sich als Mitinitiator bei der Gründung des Fördervereins "Ortenburger". Studiendirektor Ludwig Schießl war Fachbetreuer für Französisch und später für Englisch.
In Dialektforschung
In dieser Funktion gründete er das "Pädagogische Forum", das sich der Kooperation der Schulen in der Schulregion widmete. Schulleiter Ludwig Pfeiffer würdigte auch Schießls Arbeit auf dem Gebiet der Dialektforschung, das in einer Dissertation mündete.
Generell hob Pfeiffer Schießls "Jahrzehnte langes ehrenamtliches Engagement auf dem kulturellen, dialektpflegerischen, sportlichen, kommunalpolitischen und pädagogischen Sektor" hervor. Die "Schulregion als Sprachregion", die "Oberviechtacher Dialektwochen" und die kultusministerielle Handreichung "Dialekte in Bayern" bzw. "MundART WERTvoll" belegen die Aktivitäten des scheidenden Pädagogen, der als Schriftleiter auch den Jubiläumsband "50 Jahre Ortenburg-Gymnasium" betreute.
Als Lehrerpersönlichkeit, die sich "den unterrichtlichen, fachlichen und administrativen Aufgaben mit voller Energie" gewidmet hat, lobte Oberstudiendirektor Pfeiffer den scheidenden Mitarbeiter in der Schulleitung, Ulrich Wohlgemuth, der auf 36 Dienstjahre am OGO zurückblicken kann. Pfeiffer verwies auf Wohlgemuths Nachhilfekonzept "Schüler lehren Schüler", an die Klassensprecherseminare in seiner Eigenschaft als Verbindungslehrer, an das "Übertrittskonzept" für Grundschüler und an die Etablierung der Offenen Ganztagsschule.
Konzepte entwickelt
Wohlgemuth war ein unermüdlicher Verfechter der Schulpartnerschaft mit der Obchodni Akademie in Prag. In diesem Zusammenhang entwickelte er die Gedenkstättenpädagogik zu Theresienstadt und Lidice. Als Schriftführer engagiert er sich im Förderverein "Ortenburger" und setzt sich außerhalb der Schule innerhalb seiner Heimatpfarrei für die Jakobskirche in Fuchsberg ein.







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