11.07.2019 - 14:25 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Eisenbarth-Auftritt bei Rokoko-Festspielen in Ansbach

Eine Ansbacher Traditionsveranstaltung lockt Oberviechtacher Festspieler nach Mittelfranken. Die Akteure freuten sich über eine hervorragende Resonanz als Lohn ihres Engagements.

Das historische Ansbacher Markgrafenpaar (Mitte) hieß die Akteure des Oberviechtacher Eisenbarth-Festspiels im Hofgarten willkommen.
von Georg LangProfil

Nicht nur in Rust in der ARD-Sendung "Immer wieder sonntags" zeigte die Eisenbarth-Stadt am Wochenende eine werbewirksame Präsenz, sondern auch bei den Rokoko-Festspielen in Ansbach. Das Oberviechtacher Festspiel-Ensemble hatte für diese fränkische Traditionsveranstaltung seit langem eine Auftrittsverpflichtung übernommen und konnte deshalb auch nicht das kurzfristige Angebot zum Auftritt in der Sendung von Stefan Mross wahrnehmen.

Eine Gruppe von 13 Festspielern reiste unter Leitung von Florian Waldherr am Samstagmorgen mit großer Requisite und Kostümausstattung nach Ansbach. Dort lebte das Jahr 1729 wieder auf, als der Markgraf Carl Friedrich Wilhelm die preußische Prinzessin Friederike Louise heiratete. Bei den Auftritten passte das Oberviechtacher Barock-Ensemble hervorragend zum opulent kostümierten Ansbacher Hofstaat.

Ihren ersten Auftritt hatten die Festspieler nach einer kurzen Regenerationsphase bereits am Samstagnachmittag in der Innenstadt, als sich das Puppenspiel mit dem Eisenbarth-Lied zum Besuchermagnet entwickelte. Die Rüschen der Kostüme wurden gerichtet, frisches Makeup aufgetragen und die Perücken arrangiert und dann ging es ab in den Hofgarten, wo sich bei stimmungsvoller Kulisse ein prächtiges Rokoko-Gartenfest bis spät in die Nacht hinein entfaltete. Die Oberviechtacher waren mittendrin bei Musik, Tanz, Gaukeleien, Fechtkunst und einem farbenfrohen Feuerwerk zu den Klängen von Händels Feuerwerksmusik.

Das Sonntagsprogramm wurde mit einem ökumenischen Festgottesdienst in Anwesenheit des Markgrafen und seines Hofstaats eröffnet. Es folgte die Parade im Innenhof der Residenz, bevor die „Fürstliche Gartenlust“ das Nachmittagsprogramm bestimmte. Hier entfaltete sich das Figurentheater mit den phantasievollen Stabpuppen zu einer Attraktion neben den Tanz-, Reit- und Falknerei-Vorführungen der Ansbacher Gastgeber. Die Festspieler hatten dabei aber auch Gelegenheit mit den historischen Edelleuten wie dem französischen Sonnenkönig oder dem Preußenkönig Friedrich der Große Verbindung aufzunehmen.

Als am Sonntagabend die Bühne abgebaut wurde, machte sich ein müdes, aber glückliches Ensemble auf den Heimweg. Alle freuten sich aber über die erfahrene positive Resonanz und über das Bewusstsein, die Heimatstadt erfolgreich vertreten zu haben. Bei der Rückfahrt wurde auch schon über einen Ausbau der Kooperation nachgedacht.

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