11.07.2019 - 10:07 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Evangelisches Dekanat pflegt jahrzehntelange Partnerschaft mit Brasilien

200 Millionen Menschen leben im Brasilien. Mit einem Vortrag bei der evangelischen Kirchengemeinde lässt Pfarrer Alfredo Malikoski das südamerikanische Land näher rücken. Auch ein Hilfsprojekt steht im Fokus.

Pfarrer Alfredo Malikoski referierte über sein Heimatland Brasilien. Alternative
von Udo WeißProfil

„40 Jahre Partnerschaft des Dekanatsbezirkes Sulzbach-Rosenberg mit Guarita (Brasilien)." So lautete das Motto des Vortrags von Pfarrer Alfredo Malikoski aus Schwandorf über das Schwellenland Brasilien, einem Schmelztiegel verschiedenster Völker. Auf Einladung von Pfarrerin Ruth Schlinke und Regina Sauter, Vorsitzende des evangelischen Frauenkreises, referierte der Geistliche über sein Heimatland. 2015 hatte er die zweite Pfarrstelle in Schwandorf übernommen.

In seiner anschaulichen Powerpoint-Präsentation verstand er es, die Frauen und auch einige Männer für das südamerikanische Land zu begeistern. In einer Bildershow zeigte er viele Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten des Landes, das fast 200 Millionen Einwohner zählt. 1824 entstand durch deutsche Einwanderer auch dort die evangelische Kirche lutherischen Bekenntnisses.

Außerdem verteilen sich in Brasilien 750 000 indigene Einwohner auf 230 unterschiedliche Völker und sprechen 186 verschiedene Sprachen. Pfarrer Malikoski machte die Zuhörer mit der wichtigen Institution des Indianermissionsrates "Comin" vertraut, die sich in sieben verschiedenen indigenen Gebieten für den interreligiösen Dialog und die Versöhnung mit den Ureinwohnern einsetzt.

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Breiten Raum nahm auch die Partnerschaft des Dekanats Sulzbach-Rosenberg mit dem brasilianischen Gebiet Guarita ein, die mit eindrucksvollen Fotos vorgestellt wurde. Seit 1976 engagiert sich das Dekanat in dem größten Indianergebiet im Süden Brasiliens. Zu dem wichtigen Projekt „Beratung in Ernährung und Gesundheit” kommen neue Herausforderungen wie Alkoholismus und Drogenabhängigkeit unter Jugendlichen. Ergänzende Bildungsmaßnahmen in Schulen und Familien wie auch die Wiedererweckung von Traditionen kommen dazu. Regina Sauter bedankte sich bei Pfarrer Malikoski mit einer Flasche Wein.

Spendenkonto:

Die Arbeit in Guarita kann mit Spenden unterstützt werden. Kontoinhaber: Dekanat Sulzbach-Rosenberg, Evangelische Kreditgenossenschaft; IBAN: DE75520604100101607901; Verwendungszweck: Partnerschaft mit Comin. (weu)

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