24.08.2020 - 17:28 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Fünf Jahre "Haus der Stiftung" in Oberviechtach

Wenn Stadt und Stiftung an einem Strang ziehen, dann kommt Großartiges dabei heraus. Das gilt auch beim Ersatzbau fürs „Haus der Bäuerin“. Das moderne Dienstleistungsgebäude prägt seit 2015 das Ortsbild. Der Leerstand ist fast vergessen.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Der im Jahr 1953 errichtete Gebäudekomplex am Hauptverkehrsknotenpunkt am Rande der Altstadt war stets nur als „Haus der Bäuerin“ bekannt. Und dass, obwohl von 1966 bis 1991 auch das Rathaus untergebracht war. Den zahlreichen Nutzungen – von der ursprünglichen Waschanstalt und dem Fleischverarbeitungsraum bis zur Kreissparkasse und Arztpraxis – folgte schließlich der wenig rühmliche Leerstand an der Staatsstraße nach Schönsee. Schon ab dem Jahr 2005 war das Architekturbüro Christian Schönberger mit verschiedenen Sanierungs- und Neubauvarianten beschäftigt. Doch erst die Max-und-Margret-Schwarz-Stiftung als Bauherr schaffte zusammen mit der Stadt den Durchbruch, um das inzwischen unansehnlich gewordene Bauwerk mit einer modernen Immobilie zu ersetzen.

Im September 2015 wurde Eröffnung gefeiert

Ein guter Tag

Der geschäftsleitende Beamte Wolfgang Ruhland hat im Gespräch mit Oberpfalz-Medien den Einweihungstermin sofort parat. Er kann sich noch gut an den 28. September 2015 erinnern und daran, wie die Festredner zur „städtebaulichen Perle“ gratulierten. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit war an zentraler Stelle ein Gebäude mit Passage und 1150 Quadratmetern Mietfläche entstanden. „Alle Mieter sind noch im Haus“, betont Ruhland und zählt auf: Ratsapotheke, Reisebüro, Arztpraxis und Zahnarztpraxis.

Stiftungsratsvorsitzende Erika Odemer nahm bei strahlendem Sonnenschein gerne das Lob an, „aus der Ferne den Weitblick zu haben, was dem Stadtbild und der Stadtentwicklung gut tut.“ Sie verhehlte bei ihrer Ansprache aber auch nicht: „So schön es geworden ist, so mühevoll und hindernisreich war seine Entstehung.“ Dabei meinte sie nicht nur die späte Genehmigung der Dachgauben. Die Kosten beliefen sich auf rund 2,75 Millionen Euro; zuzüglich 380 000 Euro für die Platzgestaltung.

Die Festredner sprachen von einer Glanzleistung des Architekturbüros, insbesondere was auch die Einbindung des neuen Rossmann-Drogeriemarktes und der Parkplätze anbelangte. Seit fünf Jahren steht am neu geschaffenen Dr.-Max-Schwarz-Platz auch eine Stahl-Skulptur, die nach der kirchlichen Segnung des Neubaus – der gebürtige Oberviechtacher Max Schwarz wäre an diesem Tag 117 Jahre alt geworden – enthüllt worden war.

Übrigens: Wolfgang Ruhland hat auch den Einweihungstermin einer weiteren Stiftungsimmobilie ohne Nachdenken parat: Der Neubau am Marktplatz 18 wurde als weiteres Dienstleistungsgebäude (AOK-Geschäftsstelle, Hörhaus und andere) bereits am 17. September 2014 seiner Bestimmung übergeben. Am gleichen Tag fand damals auch das Richtfest für das „Haus der Stiftung“ statt.

So schön es geworden ist, so mühevoll und hindernisreich war seine Entstehung.

Ehrenbürgerin und Stiftungsratvorsitzende Erika Odemer bei der Segnung am 28. September 2015

Ehrenbürgerin und Stiftungsratvorsitzende Erika Odemer bei der Segnung am 28. September 2015

Hintergrund:

Markanter Baukörper

  • n „Haus der Bäuerin“
    Ab 1953 Waschanstalt, Mosterei und Fleischverarbeitungssraum. Viele Folgenutzungen (Rathaus, Sparkasse, Wohnungen, Vereinsräume).
  • n „Haus der Schwarz-Stiftung“
    Ab 2015 Ersatzneubau mit 1150 Quadratmeter Mietfläche.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.