Oberviechtach
18.11.2019 - 13:01 Uhr

Gedenkfeier mit Briefen von der Front

Der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt wird am Volkstrauertag gedacht. In der Ansprache von Oberstleutnant Andreas Bleek geben Soldatenbriefe aus dem Feld einen Einblick in die Schrecken bewaffneter Konflikte.

Oberstleutnant Andreas Bleek (im Hintergrund) legte zum Gedenken einen Kranz am Ehrenmal nieder. Bild: frd
Oberstleutnant Andreas Bleek (im Hintergrund) legte zum Gedenken einen Kranz am Ehrenmal nieder.

Bei der Gedenkfeier am Kriegerdenkmal im Heldenhain trat Oberstleutnant Bleek ans Rednerpult. Er zitierte in seiner Rede aus Briefen von Frontsoldaten an ihre Eltern. Teils war Verzweiflung aus diesen Zeilen herauszuhören, wenn sich die jungen Männer bewusst waren, dass sie sowohl ihre Eltern als auch ihre Heimat nie mehr sehen werden.

Diese Furchtbarkeit der Kriege sei keinesfalls auf das letzte Jahrtausend beschränkt, so der Kommandeur. Tag für Tag sei in Fernsehbildern das Geschehen an weltweiten Kriegsschauplätzen zu verfolgen. Meist würden diese Bilder eher interessiert betrachtet, als sie vielmehr als Mahnung zu sehen. „Wie glücklich muss eine Gesellschaft eigentlich sein, der Kriegsbilder nicht mehr so weh tun“, fragte Oberstleutnant Bleek. Es gelte zu erkennen, wie gut es uns eigentlich geht und wie klein doch oft die eigenen Probleme sind.

In Fürbitten beteten Schüler des Ortenburg-Gymnasiums um mehr Frieden unter den Völkern sowie für die Opfer von Krieg, Elend, Terror und Gewalt. Die Geistlichen Alfons Kaufmann und Norbert Schlinke beten dafür, dass die Menschen ihre Kraft als Werkzeuge des Friedens einsetzen. Kränze legten danach Bürgermeister Heinz Weigl für die Stadt Oberviechtach und Oberstleutnant Bleek namens der Bundeswehr nieder; ebenso Vertreter der Traditionsverbände.

Eine Andacht in der Pfarrkirche hatte den Gedenkakt zuvor eröffnet. Danach ging es im feierlichen Zug zum Heldenhain. Den musikalischen Rahmen lieferte die Musiker des Kolping-Spielmannszug und der Stadtkapelle Oberviechtach.

 
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