47 Goldwäscher schwenkten am Forellenbach in der Langau ihre Waschpfannen, um aus Gestein und Sand ein Fünkchen "goldenes Glück" herauszufiltern. Die Teilnehmer der jüngsten Goldwanderung - meist Familien mit Kindern - kamen aus Amberg, Sulzbach-Rosenberg, Wernberg und Schwarzenfeld, aber auch Feriengäste aus Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein waren mit von der Partie.
Es zeigt sich, dass die touristische Idee vom "Goldstück Bayerns" auf fruchtbaren Boden fällt. Angesichts des großen Interesses kümmern sich mittlerweile mit Günther Zithier, Karlheinz Pieper, Erhard Wagner und Ludwig Berger vier Goldführer um die Jäger nach dem blitzenden Metall. Bevor die Glücksritter aber in das geschichtsträchtige Goldrevier in der Langau ausschwärmten, stand im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum Theorie auf dem Programm.
Den "Goldgräber-Gruppen" wurde zuerst das historische "Goldwerch in der Langenaw" vorgestellt, wo nachweislich schon vor genau 700 Jahren Gold abgebaut wurde. "Während bei der Berggold-Gewinnung das Gestein in einem Pochwerk zerkleinert wurde, gewann man das Seifengold in den Sedimenten der Bäche und Flüsse", erklärt Karlheinz Pieper bei der Einführung im Museum.
Die letztgenannte Technik durften die Goldwäscher im Stadtwald beim Haus Gütting anwenden. Dorthin wanderte die Gruppe von der Info-Station bei Unterlangau aus zu Fuß. Der Forellenbach, wo schon vor Jahrhunderten die Goldwäscher aktiv waren, bietet ideale Bedingungen. Zuerst mussten aber alle mit den nötigen Handwerksutensilien wie Schaufel, Sieb, Eimer und Waschpfanne ausgestattet werden. Die beiden Goldführer öffneten hierzu die Bügelschlösser des geheimnisvollen "Schneewittchensargs", wie sie den auf einem Felsen montierten Metall-Container unmittelbar im Abbaugebiet nennen.
In diesem Behälter sind alle erforderlichen Werkzeuge verstaut. In deren Handhabung wies Günther Zithier ein, bevor sich die Goldwäscher über die ausgewiesene seichte Bachstrecke verteilten, in der klares Bergwasser ruhig dahinfließt. Große Nuggets kamen in den Waschpfannen nicht zum Vorschein, dafür freuten sich die Kinder immer wieder über das schimmernde "Katzengold", das aber mit echtem Gold nichts gemein hat. Am Schluss erhielten alle Teilnehmer das Goldwäscher-Diplom als Erinnerung an diesen erlebnisreichen Tag.
Weitere Waschzeiten
Die nächsten geführten Goldwanderungen finden am 4. August, 10 Uhr, sowie am 9. August, 23. August und 31. August jeweils ab 14 Uhr statt. Ausgangspunkt ist das Museum in Oberviechtach. Die Teilnahmegebühr beträgt vier Euro, für Kinder zwei Euro. Anmeldung über tourismus[at]oberviechtach[dot]de (Tel. 09671-30716). Weitere Infos unter www.oberviechtach.de (lg)























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