02.02.2020 - 14:43 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Großes Geleit für Johannes Georg Krämer

Unternehmer Johannes Georg Krämer ist im Alter von erst 57 Jahren verstorben. Ehrende Nachrufe sind beim Trauergottesdienst zu hören.

Nachruf Karl-Heinz Stoppa für das Sportförderkuratorium OVI
von Christof FröhlichProfil

Eine große Trauergemeinde hat am Freitagnachmittag den Chef der früheren "Drahtzieherei Krämer", Johannes Georg Krämer, auf seinem letzten Weg begleitet. In seiner Heimatpfarrkirche, die seinem Namenspatron, dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, zelebrierte Stadtpfarrer Alfons Kaufmann den Trauergottesdienst.

In seiner Trauerpredigt stellte Pfarrer Kaufmann fest, dass Johan-nes Georg Krämer zwar nur ein kurze, aber erfüllte Lebenszeit hatte. Schon in jungen Jahren, als sein Vater, der Gründer der "Drahtzieherei Krämer" in Oberviechtach, Kurt Krämer, 1998 plötzlich und unerwartet verstorben war, musste er dessen Stelle einnehmen. Er hat den Betrieb seines Vaters zusammen mit seiner Mutter Christine Krämer ganz im Sinne des Verstorbenen weitergeführt und fortentwickelt, wobei seine Fürsorge stets dem Wohle seiner Mitarbeiter galt, von denen ihn auch viele auf seinem letzten Weg begleitet haben.

Als Johannes Georg Krämer im Jahr 2014 seine schwere Krankheit diagnostiziert wurde, galt seine erste Sorge den Mitarbeitern in seinem Betrieb und der Frage, wie deren Arbeitsplätze wohl erhalten und auf Dauer gesichert werden könnten, wenn er zur Führung des Betriebs aus gesundheitlichen gründen nicht mehr in der Lage sein sollte. Verbindungen zu Geschäftspartnern sind aufgenommen und der Betrieb ist an die DLB Draht- und Litzen GmbH Berlin mit der Prämisse verkauft worden, dass die Arbeitsplätze in Oberviechtach erhalten bleiben müssen, was dann auch in seinem Sinne geschehen ist.

Wie der Priester weiter ausführte, waren gerade die letzten auch die schwersten Jahre im Leben des nun Verstorbenen, denn sie waren von Schmerzen, aber auch noch Hoffnung und Zuversicht geprägt, wobei ihm seine Familie und seine Lebensgefährtin Tanja, aber auch sein christlicher Glaube die Stützen waren, auf die er bis zu seiner letzten Stunde, in der sie ihn auch begleiteten, zählen konnte. Bei allen Besuchen an seinem Krankenbett war seine Frage immer wieder: Wie geht es unseren Mitarbeitern in Oberviechtach? Seinen eigenen Leidensweg stellte er hinten an. Am 24. Januar war dann seine Kraft zu Ende, und Johannes Georg Krämer verstarb im Alter von erst 57 Jahren im Klinikum Würzburg.

Die Nachrufredner in der Kirche würdigten die Verdienste von Johannes Georg Krämer. Es sprachen Vertreter des CSU-Ortsverbands Oberviechtach, des Sportförderkuratoriums für Spitzen- und Breitensport, der Krieger- und Soldatenkameradschaft, der Kolpingfamilie, der Stadtkapelle, vom Festspielverein, von der Draht- und Litzen GmbH Berlin, vom Rotary-Club Oberpfälzer Wald und von der Freiwilligen Feuerwehr Obermurach. Sie beschrieben den nunmehr Verstorbenen als einen Menschen, auf den immer Verlass war, dem die Sorge um seine Mitarbeiter und Mitbürger am Herzen lag, der sich in die Vereine und Organisationen mit Rat und Tat einbrachte und der sich seiner sozialen Verantwortung immer bewusst war. Sie alle, wie auch die Familie Krämer und seine Lebensgefährtin Tanja Schicktanz, haben mit Johannes Georg Krämer einen Menschen verloren, der in ihren Herzen weiterleben wird.

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