02.01.2020 - 16:46 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Das Herz als Ort der Liebe und Trauer

In der Oberviechtacher Auferstehungskirche hat Pfarrer Norbert Schlinke zusammen mit den Gläubigen das neue Jahr eingeleitet und fand dabei wärmende Worte.

Von Kerzen und Christbaum besonders hell erleuchtet ist die zum Ende des Jahres frisch gestrichene Auferstehungskirche.
von Udo WeißProfil

Mit einer mächtigen Intrade eröffnete der Posaunenchor den Festgottesdienst zum neuen Jahr in der Auferstehungskirche. „Ein Jahr, ja sogar ein ganzes Jahrzehnt geht zu Ende und wir blicken zurück, aber auch nach vorne“, begrüßte Pfarrer Norbert Schlinke die Besucher des Gottesdienstes zum Altjahresabend, „und wir wissen nicht, was noch kommen wird.“

Hoffnungen, Liebe, Befürchtungen, Trauer, Glück oder Not, all das sei unbekannt, aber „Gott ist immer bei uns“. Unter dem Spruch „Alles hat seine Zeit“ las er die Namen der sechs Kinder vor, die 2019 getauft wurden und betete für sie. Auch die sechs Konfirmanden las er namentlich vor. Zwei Paare haben im vergangenen Jahr den Bund der Ehe geschlossen, dreizehn Personen der Gemeinde hingegen mussten im abgelaufenen Jahr zu Grabe getragen werden. Sie alle wurden mit ins Gebet eingeschlossen. Acht Kirchenaustritte standen einem Eintritt gegenüber.

„Wenn in Bullerbü Silvester gefeiert wird, kommen die Kinder zu einem alten Mann zu Besuch, der fast blind ist“, begann er seine Predigt, „und sie bekommen Blei zum Gießen. So wie sich in Bullerbü Leben am Anfang und Leben am Ende begegnen, so ist es auch heute“, sagte Pfarrer Schlinke. Niemand wisse, was noch kommt und Bleigießen helfe da auch nicht wirklich weiter.

Das letzte Kapitel im Brief an die Hebräer verdeutliche, worauf es wirklich im Leben ankommt: „Jesus Christus gestern und heute und in alle Ewigkeit.“ Durch ihn werde das Herz fest. Gerade in einer Zeit, die geprägt ist von Tempo, Stress, Hektik, Unruhe und großem Druck, ist das Herz der Ort der Liebe, der Trauer, der Lebenskraft, guten Vorsätzen und der Stärke. Ein „festes Herz“ zu haben, sei eine Gnade. Daran solle man Christen erkennen.

„Solange mein Herz schlägt, verbindet sich mein Leben mit Christus, ob 2019 oder 2020“, schloss der Geistliche seine Silvesterpredigt. Musikalisch wurde der Abendmahlsgottesdienst festlich vom Posaunenchor umrahmt. Am Schluss der Messe wünschte Pfarrer Norbert Schlinke allen Gläubigen ein gesegnetes neues Jahr 2020.

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