Die Stadtpfarrkirche war noch weihnachtlich illuminiert, als Kaplan Florian Frohnhöfer mit einer Parabel über die Wirkung einer winzigen Flamme den Lichtergottesdienst eröffnete. Die Erzählung des Geistlichen wies Parallelen zur winterlichen Wirklichkeit an diesem Abend auf, denn draußen türmten sich die Schneeberge, während sich in der Kirche eine beschauliche Vertrautheit und Wärme ausbreitete. Der Lichtgedanke prägte in mannigfacher Weise den Ablauf dieser Eucharistiefeier, in der Mariä Lichtmess und der Namenstag des heiligen Blasius gleichsam eine Einheit fanden.
Die Bitten, die die Mitglieder der Gemeindekatechese vortrugen, bezogen die Wirkung des Lichtes symbolisch auf verschiedene Lebenssituationen: Wenn sich die Fronten zwischen Menschen verhärtet haben, soll das Licht der Versöhnung Platz greifen oder in scheinbar auswegloser Verzweiflung soll ein Hoffnungslicht und ein Lichtzeichen von Gott einen Weg weisen. "Ein Licht leuchtet hell in der Dunkelheit", sang die Gruppe "Joviba". Diese begleitete den Gottesdienst musikalisch und vermittelte auch bei den übrigen Liedern den Gedanken der göttlichen Freude und der Zuversicht.
"Machen wir uns auf den Weg, dieses Hoffnungslicht in die Welt hinauszutragen!", lautete der Aufruf im Schlusswort von Stadtpfarrer Alfons Kaufmann, bevor er zusammen mit Kaplan Frohnhöfer jedem Gottesdienstbesucher in der Stadtpfarrkirche den persönlichen Blasiussegen erteilte. "Auf die Fürsprache des heiligen Bischof Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheien und allem Bösen!", lautete der Segensspruch. Dieser wurde durch zwei gekreuzte brennende Kerzen symbolhaft untermauert.













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