19.06.2020 - 13:46 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Masken werden zum Verkaufsschlager für den guten Zweck

Fast 3000 Mund-Nase-Masken haben Mitglieder des Katholischen Frauenbundes und Frauen aus der evangelischen Kirchengemeinde Oberviechtach genäht und verkauft. Nun wird die Summe von 5700 Euro an verschiedene Institutionen gespendet.

Angelika Vogl (links), die Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes, übergab eine Spende über 5700 Euro an verschiedene Einrichtungen, die sich für Kinder stark machen.
von Udo WeißProfil

Auf Initiative von Günter Gilch hatten Frauen des katholischen Frauenbundes und der evangelischen Kirchengemeinde Mund- und Nasenmasken produziert. Was sich Anfang April noch als relativ leichte Näharbeit dargestellt hat, hat im Laufe der Zeit fast schon professionelle Züge angenommen. Fast 3000 Masken konnten für drei Euro das Stück angeboten werden. Der Erlös belief sich letztendlich auf 5700 Euro.

Dieses Geld übergab Frauenbund-Vorsitzende Angelika Vogl nun an verschiedene Einrichtungen, die es für Kinder verwenden. Je 1000 Euro erhielt Rektorin Christine Schneider für die Grundschule, Rektor Werner Winderl für die Hauptschule. Ebenso Kindergartenleiterin Sabine Forster sowie Herbert Putzer und Gunda Hagn, die Vorsitzenden der Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord. 500 Euro bekam Pfarrerin Ruth Schlinke für die Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde. Pfarrer Alfons Kaufmann kann je 600 Euro an Pater André Kionga-Phanzu und Pater Alfon Brunner überweisen, für die nötigsten Bedürfnisse der Menschen und Schulgeld für die Kinder.

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Teunz

In einem Rückblick zeigte Angelika Vogl auf, wie sich die Aktion entwickelt hat. Am 8. April konnte die erste Lieferung von je 100 Masken an die beiden örtlichen Apotheken abgegeben werden, dort wurden sie für drei Euro verkauft. Schon am Mittag dieses Tages kam der Anruf, dass die Masken bereits alle vergriffen seien. Mit Hilfe von etwa zehn Frauen versuchte Angelika Vogl, täglich etwa 100 Stoffmasken zu nähen und auszuliefern.

Als dann die Maskenpflicht am 20. April angeordnet wurde, wurde der Ansturm noch größer. Neben den beiden Apotheken wurden auch in der Boutique Ewa Masken ausgelegt. Insgesamt produzierten die fleißigen Näherinnen etwa 3000 Mund-Nase-Masken. Wie die Führungskraft einer Firma hat Angelika Vogl Stoffe gesammelt, gewaschen, gebügelt und ausgeliefert. Ihr Dank galt den fleißigen Näherinnen sowie den Abgabestellen.

„Sie sind eine großartige Managerin“, dankte Rektor Werner Winderl im Namen aller bei der Geldübergabe in der Mensa der Doktor-Eisenbarth-Schule. Das Geld sei eine „freudige Überraschung“, die für die Schüler Verwendung findet. Gleichzeitig schützen die Träger der Masken Menschen in ihrer Umgebung vor einer Infektion.

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